Auto-schulen revoltieren: dgt-chef navarro steht im kreuzfeuer

Der Sturm bricht über die spanische Fahrschulbranche: Die Confederation Nacional de Autoescuelas (CNAE) fordert blanke Hausverstand von Pere Navarro, dem Leiter der Dirección General de Tráfico (DGT). Auslöser ist der umstrittene Plan PRO, der die Wartezeiten für Führerscheinprüfungen verkürzen soll – ein Ziel, das die CNAE als bloße Farce abtut.

Datenmanipulation und falsche versprechungen

Datenmanipulation und falsche versprechungen

Die DGT feuerte mit Kanonen auf Spatzen, als sie die Ergebnisse des Plan PRO präsentierte. Laut ihrer Darstellung habe lediglich ein Bruchteil der inoffiziellen Warteliste tatsächlich an den Prüfungen teilgenommen. Ein Schlag ins Gesicht für die CNAE, die sich seit Jahren über die immensen Wartezeiten beklagt. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: „Es ist eine unverschämte Schuldzuweisung an die Fahrschulen, wenn die DGT ihre eigene Ineffizienz auf uns schiebt“, so ein Sprecher der CNAE.

Die CNAE wirft der DGT vor, mit unvollständigen und verzerrten Daten zu operieren. Ein besonders Dorn im Auge ist die kurzfristige Ankündigung von Sonderprüfungen mit nur 15 Tagen Vorlaufzeit. Das ist für viele Fahrschüler schlichtweg zu wenig Zeit, um sich angemessen vorzubereiten. Hinzu kommt, dass der Plan PRO die Prüfung von Motorrad- und LKW-Führerscheinen ignoriert und auch Fahrschulen in ländlichen Gebieten benachteiligt.

Die Forderung nach Konsequenzen: Die CNAE zieht eine klare Linie und fordert den Rücktritt von Pere Navarro. „Die DGT hat eine rote Linie überschritten, indem sie uns als Sündenbock für die chronische Mangelsituation an Prüfern in zahlreichen Provinzen missbraucht“, so die CNAE in einer Stellungnahme. Die Verwaltung scheint sich hinter einer Mauer der Zahlen zu verstecken, anstatt die strukturellen Probleme anzugehen. Die Situation ist explosiv und droht, die spanische Verkehrspolitik weiter zu destabilisieren. Die Frage ist nicht, ob Navarro seinen Stuhl räumen wird, sondern wann.