autos

Roma: der jahrhundert-umbruch – transfer-chaos und gasperinis dilemma

Rom – Der römische Fußballsommer brodelt. Während die AS Roma sich auf die Rückkehr in die Champions League einstimmen will, herrscht hinter den Kulissen Chaos. Ein Transfer, der die Fans in Ekstase versetzte, geplatzt, ein Trainer wirkt frustriert und die Mannschaft ist noch weit von einer optimalen Besetzung entfernt. Ein Blick auf die Situation im Hause der Giallorossi.

Die selfie-jagd und die lange wartezeit

Die selfie-jagd und die lange wartezeit

Bei der heutigen Trainingseinheit in Trigoria herrschte gemischte Stimmung. Einige Spieler nutzten die Gelegenheit, um kurz mit den wenigen anwesenden Fans Selfies zu schießen und ihnen ein „In bocca al lupo“ mit auf den Weg zu geben. Andere wiederum schienen die Aufbruchsstimmung nicht zu teilen und vermieden jeglichen Kontakt.

Die rund 70 Fans, darunter viele Kinder, die sich trotz der Hitze stundenlang in der Hoffnung auf ein Foto oder eine Autogramm vor dem Trainingsgelände postierten, waren enttäuscht. Der Traum von Greenwood ist geplatzt, und die Transferperiode zieht sich in die Länge. Trainer Gasperini wirkte während der Präsentation sichtlich unzufrieden, was vor allem an der spärlichen Anzahl an neuen Gesichtern in seinem Kader liegt – viele Stammspieler sind noch im Anschluss an die Weltmeisterschaft im Einsatz oder ihre Verträge laufen aus, wie beispielsweise bei Lorenzo Pellegrini.

Doch es gibt auch Lichtblicke: Der frühere Bundesliga-Profi Daniele Ghilardi zeigte sich bereits voller Elan und versprach, in der Champions League alles zu geben. Derweil traf auch Carlos Novel, der Agent von Paulo Dybala, in Trigoria ein, um die letzten Details für eine weitere Saison des argentinischen Stürmers in Rom zu verhandeln. Auch Neuzugänge wie Angelino, Soulé und Rensch wurden gesichtet, wobei letzterer sich in einem Taxi zum Trainingsgelände begeben hatte.

Ein besonders amüsantes Detail: Wesley, der in einem auffälligen Goldfarbenen Ferrari ankam, wurde von den Fans frenetisch bejubelt, während Dovbyk einige unflätige Rufe erntete. Svilar, Hermoso und Ziolkowski versuchten, der Menschenmenge auszuweichen, indem sie kurzerhand eine Einbahnstraße benutzten.

Die Erwartungen sind hoch, der Druck ist enorm. Gasperini äußerte sich zwar zu Kone, betonte aber, dass der Zugang zur Champions League für das Budget entscheidend sei. Die Wahrheit ist: Rom braucht dringend neue Impulse, um den Ansprüchen des Zentenary-Jahres und dem Return in die Königsklasse gerecht zu werden.

Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Gelingt es der AS Roma, die Transferperiode zu bereinigen und neue, qualitativ hochwertige Spieler zu präsentieren, oder droht der Start in eine enttäuschende Saison?