Wolff schlägt zurück: verstappens kritik sei frust über rb22

Max Verstappen spuckt Gift, Toto Wolff lacht. Nach dem Debakel von Schanghai legt der Mercedes-Mastermind den Rotstier-Helden aufs Kreuz: „Er fährt eine Horrorshow, nicht die Regeln sind das Problem.“

„Fans lieben das neue spektakel“

„Fans lieben das neue spektakel“

Verstappens Boliden tanzte wie ein wildes Pferd, das Reglement bekommt den schwarzen Peter. Doch Wolff zieht die Karte der Daten: „Alle Zahlen zeigen, dass die Zuschauer überholreiche Duelle verschlingen.“ Die jüngere Generation, so der Wiener, feiere das Lift-and-Coast als taktisches Spiel, nicht als Defekt.

Der Österreicher packt aus, was die TV-Kameras nicht zeigen: „Wenn wir im Mercedes windstill fahren, geht das, weil das Auto nicht zickt. Aber beim RB22 bebt jedes Carbon-Teil – da wird aus Verstappens Vollgas-Mentalität plötzlich Achterbahn.“

Wolffs Faustpfand: Die Ferrari-versus-Mercedes-Schlacht in China lieferte 28 saubere Überholmanöver in 56 Runden. „Früher haben wir Rennen gesehen, da war nach Runde drei Schluss mit lustig.“

Der ehemalige GT-Pilot gibt sich trotzdem selbstkritisch: Das Qualifying-Energiedilemma in Melbourne sei „Müll“, aber kein Grund, das Regelwerk zu verbrennen. Gespräche mit F1-Chef Domenicali seien bereits angelaufen, um Spielraum für echte Volldruck-Runden zu schaffen – ohne das Drama zu killen.

Verstappen wird weitermosern, Wolff wird weitermessen. Am Ende zählt nur das Zahlenwerk – und das spricht gegen den Weltmeister, nicht gegen die Revolution.