Vw id. cross: 28.000 € für 436 km reichweite – jetzt fährt der kleine suv elektrisch

Die nächste VW-Bombe rollt 2026 auf die Straße: Der ID. Cross verpackt 52 kWh-Batterie, 211 PS und einen 22-Liter-Frunk in nur 4,15 Meter Länge – und kostet weniger als ein gut ausgestatteter Golf.

Warum der id. cross das neue spar-ziel von vw wird

Amsterdam – Im Cockpit des getarnten Prototypen summt nichts. Kein Verbrenner röchelt, kein Turboloch zieht. Stattdessen drückt der Elektromotor aus dem Golf-Konzern 290 Nm sofort auf die Vorderräder. 0-100? VW schweigt, doch die 211-PS-Version spult mit 12 kWh/100 km die Autobahn entlang – das sind umgerechnet 1,60 Euro je 100 Kilometer Stromkosten.

Die Plattform ist bekannt: MEB+, die Streckversion des Baukastens, den wir von ID.3 und ID. Polo kennen. Doch beim Cross sitzt die Batterie 15 mm höher, die Bodenfreiheit wächst auf 18 Zentimeter. Damit rückt VW den Klein-SUV in die Liga von Skoda Epiq und Jeep Avenger – nur mit einem entscheidenden Trick: Preis.

28.000 Euro kostet die Basisversion mit 37 kWh LFP-Paket und 116 PS. Die 436-km-Langstrecken-Version mit 52 kWh NMC-Zellen und 211 PS liegt bei etwa 32.000 Euro. Bestellstart: Herbst 2026, Produktionsort: Zwickau, wo sonst.

Was im fahrbericht wirklich zählt

Was im fahrbericht wirklich zählt

Die Teststrecke führt aus Amsterdam Richtung Nordsee – 120 km Mix aus Stadt, Land, 130 km/h-Schnellstrich. Erste Erkenntnis: Die Hinterachse ist keine Marketing-Lüge. Torsionsbalken klingt nach Sparerei, doch VW montiert hydraulische Auffederungsbegrenzer. Resultat: Kein Hüpfen über Kahnplatten, keine Schräglage beim schnellen Wechsel auf die Ausfahrtsrampe.

Zweite Erkenntnis: Die One-Box-Bremse regelt Rekuperation und Hydraulik in einer Einheit. Wer das Gaspedal schnell loslässt, bekommt 1,8 m/s² Rekuperation, ein zweiter Kick über die Bremse plus 0,8 m/s². Fazit: Man fährt fast ohne Fuß auf die echte Bremsen – Verschleiß ade, Reichweite dazu.

Dritte Erkenntnis: Der Frunk schluckt nicht nur Ladekabel. 22 Liter passen auch für Sporttasche und Einkauf – endlich verschwindet der Kram aus dem Kofferraum, der mit 475 Liter ohnehin schon größer ist als beim Verbrenner-T-Cross.

Die zahl, die vw-fans umdenken lässt

Die zahl, die vw-fans umdenken lässt

436 Kilometer nach WLTP – das schafft selbst der teure ID.3 Pro S nur mit 77 kWh. Der ID. Cross braucht dafür 33 Prozent weniger Batterie. Die Zauberformel: 1.548 kg Leergewicht, 0,27 cw-Wert, 17-Zoll-Basisräder mit Aero-Blende. Wer mit 90 km/h rollt, kommt laut Bordcomputer auf 8,9 kWh/100 km – das entspricht einer realen Reichweite von gut 580 Kilometern.

Die Konkurrenz reagiert sofort: Renault verschiebt den Espace-Elektro, Opel zieht den Frontera-Elektro-Pricing-Plan zurück. VW-Chef Thomas Schäfer lacht im Hintergrund: „Wir wollen nicht das Premium-Segment, wir wollen die Strecke.“

Am Ende des Testtags bleibt ein Satz hängen: Wer 2026 einen Kleinwagen kauft, ohne diesen Cross zu probieren, verschenkt 200 Kilometer Reichweite und 4.000 Euro Preisvorteil. Die Ampel steht auf Grün – und die Ladesäule wartet.