Volkswagen brand group core: milliarden-gewinn, aber der sturm zieht nicht ab

Sechs Milliarden Euro Betriebsgewinn klingen nach Erfolg. Doch wer genauer hinschaut, sieht, dass der Volkswagen Brand Group Core – das Herzstück des Wolfsburger Konzerns mit VW, Skoda, Seat, Cupra und VW Nutzfahrzeuge – gerade in rauem Fahrwasser navigiert. Die Zahlen für 2025 sind positiv, ja. Aber sie erzählen auch die Geschichte eines Unternehmens, das weiß: So kann es nicht weitergehen.

Zahlen, die fragen aufwerfen

Das Betriebsergebnis lag bei 6,821 Milliarden Euro, die operative Marge bei 4,7 Prozent – beides unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig stiegen die Gesamtverkäufe um 3,3 Prozent auf 5,125 Millionen Fahrzeuge, der Umsatz kletterte um 3,7 Prozent auf satte 145,2 Milliarden Euro. Man verkauft also mehr, verdient aber weniger daran. Das ist kein Widerspruch, das ist ein Warnsignal.

Thomas Schäfer, Chef des Brand Group Core und Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Passenger Cars, benennt die Ursachen klar: Restrukturierungskosten, die immer noch nachhallenden Folgen des Dieselskandals und die US-amerikanischen Einfuhrzölle. Rechnet man diese Sondereffekte heraus, hätte die operative Marge bei 5,6 Prozent gelegen – im Rahmen der eigenen Prognosen. Aber Sondereffekte verschwinden nicht einfach so. Sie kehren wieder, oft mit anderem Namen.

Schäfer spricht klartext – und das hat gewicht

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„Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch weit vom Ziel entfernt.