Verstappen attackiert die grüne hölle: 24h-nürburgring mit mercedes amg

Max Verstappen lässt die Formel 1 links liegen und jagt im Mai über die Nordschleife – 24 Stunden lang, im Mercedes AMG GT3, mit Startnummer und Nackenhaaren, die sich permanent aufrichten.

Der viermalige weltmeister kreuzt seine to-do-liste mit vollgas

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„Franz Hermann“ war nur der Codename für seinen Probedreher im vergangenen Jahr. Mit dem Ferrari 296 hatte er sich damals schon in die GT3-Bestzeit geschraubt, nun folgt der offizielle Einsatz. Am 21. März pilotiert Verstappen erstmals die NLS2 als Aufwärmrunde für das Hauptrennen, zwischen China und Japan eingeklemmt wie ein 25-Kilometer-Drift im Kalender.

Die DMSB-Lizenz steht, die Strecke kennt er auswendig, die Gefahr auch. „Der Ring ist die einzige Bahn, die dich jedes Mal neu erfindet“, sagt er. Kein Halo, keine Streckenbegrenzung aus Asphalt, nur grüne Wände und das Echo des eigenen Herzschlags.

Für Mercedes AMG ist der Coup ein PR-Goldstück: der aktuelle F1-Dominator räumt bei ihnen ab, während Red Bull in Melbourne nur Platz sechs einfuhr. Die Ironie ist perfekt – der Mann, der ihnen die Show in der Königklasse vermasselt, hilft ihnen nun in der Langstrecken-Wüste.

Die Frage ist nicht, ob er schnell sein wird. Die Frage ist, wie lange das Material durchhält, wenn ein Druckbegrenzer wie Verstappen auf Dauerfeuer schaltet. 24 Stunden Nürburgring, das ist kein Sprint mehr, das ist ein Krieg im Kleinformat. Und Verstappen hat gerade seinen Sturmhelm angelegt.