Tiger woods kassiert nächsten k.o.: polizei findet tabletten – star verweigert drogentest
Tiger Woods ist wieder einmal stärker der Polizei als dem Fairway ausgeliefert. In Florida rammte der 50-Jährige mit seinem SUV einen Anhänger, schlitterte anschließend unkontrolliert ins Grün – und prompt landeten die Beamten auf seinem Beifahrersitz: zwei weiße Pillen in der Hosentasche, „lethargische“ Reaktion, verschwitztes Shirt trotz laufender Klimaanlage. Ein Atemalkoholtest zeigte null, doch einen Urintest verweigerte der Golftitan. Die Anklage: fahrungeeignet und testverweigernd.
Die Vorermittlungen lesen sich wie ein Déjà-vu. Schon 2017 verhaftete ihn dieselbe Sheriff-Behörde, weil er am Steuer einschlief und Medikamente nicht auseinanderhalten konnte. Damals folgte Entzug, Therapie, ein Führerscheinentzug. Jetzt droht erneut Gericht – Termin ist der 23. April, nur Tage vor dem Masters, dem Turnier, das Woods eigentlich zu seinem spektakulären Comeback verhelfen sollte.

Die frage ist nicht, ob woods spielt – sondern, ob er fahren darf
„Ich nehme ein paar“, antwortete Woods laut Protokoll, als die Beamten nach verschreibungspflichtigen Medikamenten fragten. „Ein paar“ reicht im Straßenverkehr, um die Lizenz zu verlieren. Die Beobachtung der Polizei: träge Bewegungen, gerötete Augen, glasiger Blick – stichhaltige Indizien für Fahruntauglichkeit. Die Folge: sofortige Blutentnahme, Sicherstellung der Tabletten, Strafanzeige. Woods plädierte auf nicht schuldig, doch das Gericht muss nur die Dash-Cam-Aufnahmen studieren, um die Antwort zu kennen.
Die PR-Maschine läuft bereits. Seine Agentur betont, Woods sei „voll kooperativ“ gewesen. Tatsächlich unterschrieb er jede Zeile des Protokolls, nur eben nicht die Zeile für den Urinbecher. Das Recht, sich zu weigern, hat er – kostet aber den Führerschein, egal wie viele Majors im Schrank stehen.
Während die Golfwelt über ein mögliches Masters-Comeback spekuliert, kreist die juristische Welt um die Frage, wie stark die Schmerzmittel das Reaktionsvermögen beeinträchtigten. Die Antwort liegt im Labor der Klinik, nicht auf dem Grün von Augusta. Woods‘ Partner in der Tomorrow Golf League jubelten noch vor einer Woche über sein paar kräftige Schwünge in der Indoor-Halle. Jetzt jubelt niemand mehr.
Die Ironie: Wer sich für ein Turnier fit macht, indem er Pillen schluckt, riskiert, dass ihm der Weg dorthon gesperrt wird. Woods‘ Name steht noch nicht auf der Starterliste für Augusta. Aber auf der Anklagebank von Martin County schon.
