Seider-test endet bitter: usa demütigt deutsche eishockey-nationalmannschaft!

Mannheim – Der Traum vom WM-Titel in der Schweiz ist vor dem Start schon wieder brüchiger. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft erlebte in Mannheim eine herbe Enttäuschung: Gegen ein B-Team der USA gab es eine deutliche 2:5 (0:1, 1:2, 1:2)-Niederlage. Kapitän Moritz Seider, auf den so viele Hoffnungen ruhen, konnte das Blatt nicht wenden – und die Frage, ob er bei der WM überhaupt sein kann, bleibt offen.

Ein start nach maß für die amerikaner

Ein start nach maß für die amerikaner

Schon in den ersten Minuten machte es deutlich, wer das Spiel kontrollierte. Die USA, ohne einen einzigen Spieler von ihrem Olympiasieg im Februar, drückten aufs Gaspedal und feuerten bereits in den ersten 60 Sekunden zwei Schüsse auf Philipp Grubauer ab. Das deutsche Team versuchte zwar, durch Überzahlaktionen Druck aufzubauen, kassierte aber prompt den ersten Treffer. Eine unglückliche Situation – zu viele deutsche Spieler auf dem Eis führten zu einem Powerplay für die USA, das Ryker Lee prompt zum 1:0 einkassierte.

Seider müht sich, Team kämpft

Das zweite Drittel brachte zwar mehr Mut im deutschen Spiel, doch die Chancen blieben ungenutzt. Joshua Samanski, ebenfalls bei den Edmonton Oilers unter Vertrag, vergab die Chance zum Ausgleich knapp. Auf der Gegenseite war es dann Sam Lafferty, der den Puck an Grubauer vorbei schob und die Führung der USA auf 2:0 erhöhte. Trotz des Rückschlags steckte das DEB-Team nicht auf, ließ aber gute Möglichkeiten durch Parker Tuomie und Dominik Bokk ungenutzt. Auch Seider, der durchspielte, fand nicht immer den Weg zum Tor.

Als Tuomie plötzlich alleine vor dem Tor auftauchte und die Nerven behielt, keimte kurzzeitig Hoffnung auf – doch Alex Steeves erhöhte nur 65 Sekunden später auf 3:1. Im dritten Drittel schien die Entscheidung bereits gefallen, als Max Plante das 4:1 erzielte. Ein einziger Treffer von Arkadiusz Dziambor ließ das Ergebnis zwar etwas freundlicher erscheinen, änderte aber nichts an der deutlichen Niederlage.

Die WM in der Schweiz beginnt für das deutsche Team am Freitag gegen Finnland. Ein Wiedersehen mit Titelverteidiger USA steht bereits am 20. Mai an. Dass NHL-Star Lukas Reichel nachreisen wird, scheint unwahrscheinlich. Die Abwesenheit von Leon Draisaitl, Tim Stützle und John-Jason Peterka wiegt schwer. Die Frage ist: Kann das Team mit Seider und den Zugängen von Eisbären Berlin überhaupt mithalten?