Russell schlägt zu: mercedes zeigt in shanghai die kralle

George Russell knallt die Mercedes W27 mit 1:32,048 min auf die Bestzeit – und lässt die Konkurrenz schon in der ersten Session schlucken. Hinter ihm landet Kimi Antonelli, 19 Jahre alt, auf Platz zwei. Die Message ist klar: Die Silberpfeile haben den Turbo zurück.

Mclaren und ferrari müssen nachlegen

Lando Norris und Oscar Piastri folgen auf den Plätzen drei und vier, die roten Boliden von Charles Leclerc und Lewis Hamilton auf fünf und sechs. Die Lücke? 0,341 Sekunden. Auf einem Kurs, wo Überholmanöver an der langen Geraden vor Kurve 14 entschieden werden, ist das ein Vorsprung, der weh tut.

Der Shanghai International Circuit ist ein 5,451 km langes Schachbrett: Der „Shang“-Charakter, der in die Streckenführung eingewoben ist, verlangt nach präziser Aerodynamik und rabiater Bremsstabilität. Die 1,3 km lange Hauptradel ist ein Sogkanal – und genau dort werden die neuen 2026er-Regelwerke mit ihrem 50:50-Split zwischen Verbrenner und E-Maschine erstmals richtig gefordert.

Die Stoppuhr tickt ohne Pause. Um 8:30 CET fällt der Vorhang für das Sprint-Qualifying. 60 Minuten Training reichen – mehr gibt das Format nicht her. Wer hier verschläft, startet morgen im 19-Runden-Sprint aus den hinteren Reihen und verschenkt wertvolle WM-Punkte.

Hamiltons reich und die ewige jagd nach pole

Hamiltons reich und die ewige jagd nach pole

Lewis Hamilton kennt diese Strecke wie seine Weste: sechs Pole, sechs Siege. Doch diesmal steht er mit der Ferrari SF-26 auf dem Prüfstand. Mercedes dominiert die Statistik mit sechs China-Triumphen, Ferrari folgt mit vier. Die Rechnung: Wer in Shanghai gewinnt, fährt mit 25 Punkten nach Suzuka – und vielleicht mit der Psyche des Gegners im Kofferraum.

TV-Zeiten hart am Limit: Samstag 4:00 CET Sprint-Rennen, Sonntag 8:00 CET Hauptrennen. Sky Sport F1 und TV8 übertragen live. Wer nicht einschaltet, verpasst den ersten echten Formcheck der Saison – und vielleicht die erste große Überraschung.

19. China-GP, 19 Runden Sprint, 56 Runden Hauptrennen. Die Zahlen sind simpel. Die Botschaft auch: Shanghai ist kein Schönwetter-GP mehr. Es ist die Schaltzentrale, in der sich zeigt, wer 2026 die Krone will. Und momentan trägt diese Krone einen Stern – und den Namen George Russell.