Renault symbioz: mit 1.400 km reichweite schlägt der neue eco-g den diesel tot

Der Diesel ist tot, es lebe der Bifuel: Renault pfeift aufs Öl und schickt den Symbioz mit einem 1,2-Liter-Benzin-GPL-Triebwerk ins Rennen, das bis zu 1.400 Kilometer ohne Tankstopp durchhält – und das für 25.900 Euro.

Der französische Kompakt-SUV reiht sich damit in die immer länger werdende Liste jener Modelle ein, die auf saurem Sprit verzichten, ohne dem Fahrer Reichweitenangst einzujagen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 120 PS, 200 Newtonmeter Drehmoment, 5,9 Liter Super auf 100 km – oder 7,2 Liter GPL für kleines Geld. Beide Tanks voll, ergibt das die Strecke von Hamburg nach Rom und zurück. Ohne Zwischenhalt.

Ein motor, den jeder kennt – nur eben neu im symbioz

Der Dreizylinder ist kein Exot. Er stampft bereits in Captur und Dacia Duster aus dem Stand heraus, kostet aber im Symbioz weniger als jeder Hybrid. Das 48-Liter-Benzin-Becken plus 50-Liter-GPL-Ring unter der Heckklappe machen den Mild-Hybrid-Diesel obsolet, der zuletzt 28.000 Euro kostete und nur mit Automatik lieferbar war. Bei Renault nennt man das strategischen Kahlschlag, bei uns heißt es: Kunde spart 3.000 Euro und bekommt mehr Reichweite.

Die Leistung mag nüchtern klingen: 12 Sekunden auf 100 km/h. Doch wer seine 30.000 Kilometer jährlich auf der Landstraße abspult, weiß: Drehmoment zählt, nicht Sprintwerte. 200 Nm ab 1.500 Touren bedeuten Lastwechsel ohne Zug-Loch – und das bei 80 Cent pro Liter GPL an der italienischen Autobahnraststätte.

Drei antriebe, ein ziel: kasse machen

Drei antriebe, ein ziel: kasse machen

Renault baut die Symbioz-Palette radikal um. Oben thront der Vollhybrid E-Tech mit 158 PS und 96 g CO₂, darunter der Mildhybrid mit 140 PS, der demnächst nur noch mit Automatik kommt. Die neue Eco-G-Version füllt die Lücke, die der abgesängte Diesel hinterlässt – und zwar mit einem Listingspreis, der selbst Dacia-Verkäufern die Sprache verschlägt.

Bestellbar ist das SUV sofort, erste Kunden erhalten ihre Schlüssel im April. Die Auslieferungsliste soll sich laut Werk Lüttich bereits jetzt mit 15.000 Vorbestellungen füllen – Tendenz steil nach oben, seit die Tankstellenpreise wieder jene Marke von zwei Euro streifen.

Wer also denkt, Elektro sei die einzige Zukunft, verpasst die Gegenwart. GPL gilt als Zwischenschritt, doch beim Symbioz wird daraus ein Dauerbrenner – wörtlich. Denn 1.400 Kilometer ohne Strom, ohne Angst, ohne Kompromisse: Das ist keine Übergangslösung, das ist Freiheit auf französisch.