Norris am limit: mclaren-misere in monaco!
Lando Norris hat die Geduld verloren. Nach einem weiteren verpassten Rennen in Monaco, wo ein technischer Defekt ihn aus dem Kampf um die Punkte warf, macht der McLaren-Pilot seinem Team deutlichen Druck. Das Team aus Woking befindet sich in einer alarmierenden Leistungs-Spirale, die zunehmend an die Nerven der Verantwortlichen und des Fahrers zehrt.

Turbulente saison: mclaren sucht nach konstanz
Die Saison verlief für McLaren bisher wie eine Achterbahnfahrt. Während in Miami deutliche Fortschritte erkennbar waren und in Montreal ein Duell mit Mercedes in Reichweite schien, folgte in Monaco der nächste herbe Rückschlag. Norris verpasste aufgrund eines Motorschadens den Klassifikationsraum und beendete das Rennen ohne Punkte. Ein Problem, das sich bereits in den vorherigen Rennen in China, Kanada und Monaco manifestierte – ein bitterpiller für den ambitionierten Briten.
Die Ursache des Problems liegt tief im Inneren des Mercedes-Triebwerks. „Es gab viele seltsame Geräusche im Motor, im Turbo, in der Batterie… viele Dinge, die nicht gut klangen“, beschrieb Norris nach dem Rennen frustriert. Die Bemühungen des Teams, das Problem aus der Ferne zu beheben, blieben erfolglos, und der Motor fiel schließlich komplett aus. Oscar Piastri erreichte zwar den vierten Platz, doch sein Ergebnis konnte den negativen Gesamteindruck kaum kaschieren.
Die Diskrepanz ist frappierend: McLaren zeigt an manchen Rennstrecken beeindruckende Leistungen, an anderen wirkt das Auto komplett hilflos. Norris beklagt daher die mangelnde Vielseitigkeit des Fahrzeugs. „Es ist verrückt, dass wir fast ein Rennen gegen einen Mercedes gewinnen können und dann so weit entfernt sind“, so der McLaren-Pilot. Er sieht den Schlüssel zum Erfolg in der Anpassungsfähigkeit der Konkurrenz, im Gegensatz zu den spezifischen Anforderungen, die sein Wagen an die Rennstrecke stellt.
98 Punkte hinter dem aktuellen Tabellenführer Andrea Kimi Antonelli scheinen die Titelhoffnungen von Norris in weite Ferne gerückt zu sein. Doch der junge Brite weigert sich, die Hoffnung aufzugeben. Er verweist auf Max Verstappens Aufstieg im Vorjahr und betont: „Ich muss daran glauben. Max war in einer ähnlichen Situation und hat am Ende um die Weltmeisterschaft gekämpft. Ich werde es nicht aufgeben, besonders nicht so früh in der Saison.“
Trotz der wiederholten technischen Pannen, die auf das Mercedes-Kundentriebwerk zurückzuführen sind, vermeidet Norris persönliche Schuldzuweisungen. „Wir können nur weiterarbeiten“, erklärt er pragmatisch. Und das muss auch schnell gehen, denn die Konkurrenz schläft nicht. Die nächste Herausforderung steht bereits vor der Tür, und McLaren muss sich dringend wieder fangen, um nicht weiter in der Leistungs-Krise zu versinken.
