Niederberger fällt wochenlang aus: münchens torhüter-drama eskaliert

Die nächste Hiobsbotschaft für den EHC Red Bull München: Mathias Niederberger wird seinem Klub „voraussichtlich mehrere Wochen“ fehlen. Die Verletzung trat am Freitag im Spiel gegen Wolfsburg auf – und ist laut Clubangaben eine Unterkörperblessur. Die gleiche Diagnose, die den Nationaltorhüter bereits Ende 2025 lahmlegte.

Der zeitpunkt ist brisant

München ist fix für das Viertelfinale qualifiziert, doch mit nur noch zwei Hauptrunden-Partien bis den Playoffs droht eine personelle Lücke zwischen den Pfosten. Niederberger, seit 2022 bei den Red Bulls, absolvierte 167 DEL-Einsätze für den Klub. Insgesamt steht der 33-jährige Düsseldorfer bei 478 Spielen in der höchsten deutschen Spielklasse mit einer Fangquote von 91,7 Prozent.

Die Wiederholung der Verletzung wirft Fragen auf: War die erste Pause zu kurz? Die medizinische Abteilung wird intern bereits unter Druck stehen. Denn München hatte sich in dieser Saison eine verbesserte Playoff-Performance auf die Fahnen geschrieben – und dafür ist ein gesunder Niederberger zentral.

Die Red Bulls müssen nun auf Backup-Lösungen setzen. Ein Blick auf die Statistik zeigt: Ohne Niederberger sank die Fangquote der Münchner in den vergangenen zwei Spielzeiten um 2,4 Prozent. Das klingt nach wenig, kann in entscheidenden Playoff-Momenten aber über Ausscheiden oder Weiterkommen entscheiden.

Die Fans reagieren ungeduldig. In den sozialen Netzwerken kursiert bereits das Schlagwort „Verletzungspech“, das in München inzwischen zum Standardvokabular gehört. Die Realität bleibt hart: Ein Top-Torhüter mit Olympia-Erfahrung fällt erneut aus – und die Uhr tickt laut bis zum Viertelfinale.