Newey wirft hin: aston martin schmeißt nach horror-start alles um

Die Bombe knallt mitten in Silverstone: Adrian Newey tritt sofort als Aston-Martin-Teamchef zurück – nach gerade einmal vier Monaten. Die Nachfolge steht laut Motorsport.com Italien bereits fest: Jonathan Wheatley soll aus dem Audi-Lager abgeworben werden. Ein Machtwechsel, der die Krise der Briten offenbar noch vertieft.

Der amr26 wird zum bumerang

Der Wagen, den der 65-jährige Aerodynamik-Guru selbst als Team Principal auf die Räder stellte, versinkt im Mittelfeld. Die neue Honda-Werks-Power für 2026 spuckt Öl und Daten gleichermaßen – zuverlässige Leistung sieht anders aus. „Wenn der Motor nicht läuft, bringt dir die beste Aerodynamik nichts“, sagte ein Ingenieur aus dem Fahrerlager gestern trocken. Die Konsequenz: Newey kehrt ins Tech-Büro zurück, Wheatley übernimmt den Laden. Doch der Brite ist erst seit zehn Monaten bei Audi und würde die Ingolstädter mitten im Umbruch verlassen.

Die Personalie hat einen Haken: Formel-1-Leitungskräfte müssen nach Kündigung in die sogenannte Gardening Leave – eine Art Zwangs-Gartenarbeit. Wann Wheatley tatsächlich an der Seite von Lawrence Stroll stehen kann, ist offen. Audi bestätigte auf Nachfrage lediglich, „interne Gespräche“ zu führen. Das klingt nach Verhandlungen über Ablösesumme und Auszeit.

Die stunden des lawrence stroll ticken laut

Die stunden des lawrence stroll ticken laut

Der kanadische Milliardär investierte dreistellige Millionenbeträge in ein neues Werk und verpflichtete Newey als Hoffnungsträger. Jetzt steht Aston Martin nach zwei Rennen ohne Punkte da und droht, sich in der Konstrukteurs-WM abzusetzen. Die Entscheidung, Newey kurzfristig zu degradieren, zeigt: Stroll zögert nicht, auch heilige Kühe zu schlachten. Ob Wheatley die Wende schafft, entscheidet sich auf dem Asphalt – und an der Zuverlässigkeit eines Honda-Motors, der bislang mehr Rauch als Leistung produziert.