Mick schumacher versinkt in der indycar-sackgasse: schon wieder außerhalb der top 20

Ein Schatten springt über die Streckenbegrenzung. Mick Schumacher, Startnummer 20, quält sich erneut über 90 Runden im Alabama-Dust, landet 24. – vorletzter. Die IndyCar-Premiere wird zur Geduldsprobe.

Barber Motorsports Park, 29. März 2026. Die Honda-Power scheint bei ihm nicht anzukommen. Während Álex Palou als Pole-Sitter untermalt von Jubel über die Ziellinie fegt, sackt Schumacher ab. Team-RLL, einst Hoffnungsträger, wird zur Isolationszelle. Zwischen den Runden verliert er nicht nur Positionen, sondern auch Anschluss an das Mittelfeld.

Nur foster bleibt hinter ihm – das ist das bittere trostpflaster

Nur foster bleibt hinter ihm – das ist das bittere trostpflaster

Sein einziger Konkurrent im eigenen Camp: Louis Foster. Der Brite beendet den Grand Prix von Alabama als Letzter. Schumacher schlägt ihn um 1,8 Sekunden – kein Ruhmesblatt, sondern Notprogramm.

Die Statistik nagt. St. Petersburg: Unfall, Runde 1. Phoenix: Platz 18. Texas: Platz 22. Und jetzt Alabama – wieder jenseits der Punkteränge. Vier Rennen, drei Mal außerhalb der Top 20. Die Saison, die als Neuanfang galt, droht zur Farce zu verkommen.

Die Verantwortlichen sprechen von Lernkurven. Doch die Kurve zeigt nach unten. Kein Deutscher schaffte es seit Timo Glock 2005 in die IndyCar, und genau diese Lücke wollte Schumacher schließen. Stattdessen fragen sich selbst Insider: Fehlt das pure Oval-Gen, oder steckt mehr Mechanik als Talent im 26-jährigen Nachwuchs?

Die nächsten Terminals stehen bereits: Long Beach, Indianapolis, Road America. Drei Kurse, drei Chancen, endlich Punkte zu holen. Sonst wird die Saison nicht nur enttäuschend, sondern auch teuer – denn Sponsoren sehen lieber Podestfotos als Rücklichter.

Die Uhr tickt. In der IndyCar vergehen Tage wie Runden – schnell und unerbittlich.