Mercedes-maybach s-klasse verabschiedet v12 und holt ki an bord
Die neue Mercedes-Maybach S-Klasse kommt ohne Zwölfzylinder daher – dafür mit KI-Sprachassistent und einem Innenraum, der sogar auf Leder verzichten kann. Für Europa bedeutet das: Abschied vom V12, Hello MB.OS mit integriertem ChatGPT.
Stuttgart setzt auf elektrifizierung statt hubraum
Die S 680, bisher Sinnbild für unverfrorenen Überfluss, rollt künftig mit einem V8-Biturbo plus 48-Volt-Bordnetz. 612 PS aus dem Verbrenner, 23 PS aus dem E-Machine-Booster – genug für 4,0 Sekunden auf Tempo 100 und ein Drehmoment von 850 Nm. Die Spitze bleibt elektronisch bei 250 km/h abgeregelt. Wer weniger pumpedes Feeling sucht, greift zur S 580 e-Plug-in: Reihensechser mit 449 PS plus E-Motor mit 163 PS, 98 Kilometer rein elektrisch, aber immer noch 250 km/h Spitze.
Dafür rückt der V12 in den Ruhestand – zumindest auf dem alten Kontinent. In Asien und dem Nahen Osten darf das 6,0-Liter-Monstrum weiterhin Bestellungen entgegennehmen, hierzulande hat die CO2-Keule zugeschlagen.

Interieur ohne leder – luxus neu gemischt
„Stormy grey“ nennt Mercedes das Paket, das erstmals auf tierische Häute verzichtet. Statt Nappa kommt geprägtes Artico-Kunstleder zum Einsatz, dazu ein Stoffmix aus recyceltem Polyester und Leinen. Die Optik: kühle Hotel-Suite statt Bulls-Effekt. Klima- und Lichtanlage reagieren auf Sprachbefehle, 199 LED-Points tanzen durchs Cockpit. Und weil Champagner weiterhin zum Markentypus gehört, kühlt ein 10-Liter-Fach hinter der Rückbank die Dom-Pérignon-Flasche auf exakt sechs Grad.
Die Türen öffnen per Knopfdruck oder Sprachbefehl, die 20 Prozent größere Kühlermaske leuchtet in manchen Märkten wie ein Weihnachtsbaum, und die Sterne in den 21-Zoll-Felgen bleiben auch bei 250 km/h stets senkrecht – ein Kugellager im Radnabenmotor sorgt für die Show.
Preise starten knapp unter 200.000 euro
Wer jetzt bestellt, kann Weihnachten im Maybach verbringen – ausgestattet mit zwei Silberkelchen und dem Wissen, dass der nächste Software-Over-the-air-Flash nur wenige Minuten dauert. Die Zukunft der Luxuslimousine heißt nicht mehr Hubraum, sondern Datenrate. Und die ist schneller als jeder V12 je war.
