Mercedes F1: Power Unit-Update für Monza in Planung

Das Mercedes-F1-Team evaluiert die Einführung einer weiterentwickelten Power Unit beim kommenden Großen Preis von Italien, um auf Ferrari zu reagieren. Die Entwicklungsarbeiten in Brixworth konzentrieren sich vor allem auf die Zuverlässigkeit der Batterie und der zugehörigen Elektronik.

Zuverlässigkeitsprobleme und deren Ursachen

Obwohl die Mercedes-Power Unit in der ersten Saisonhälfte acht von elf Rennen gewonnen hat und die Energieverwaltung optimal umsetzt, gab es Probleme mit der Zuverlässigkeit der Batterie und der Elektronik. Rückzüge von Russell in Kanada und Antonelli in Spanien sowie Leistungsschwankungen bei Russell deuteten auf diese Schwächen hin. Auch der Motorschaden in Ungarn bestätigte die Bedenken.

Neuer Batteriemodul soll Schwächen beheben

Neuer Batteriemodul soll Schwächen beheben

Mercedes arbeitet seit etwa drei Monaten an einer dauerhaften Lösung, insbesondere an der Batterie. Der Einsatz eines vierten, verbesserten Batteriemoduls würde jedoch Strafen bei der Startaufstellung nach sich ziehen.

Monza als idealer Teststrecke

Monza als idealer Teststrecke

Brixworth intensiviert die Validierung des neuen Energy Storage Systems mit dem Ziel eines baldigen Debüts. Monza wird als idealer Ort für die Einführung der weiterentwickelten Power Unit angesehen, da die Streckenführung das Überholen trotz möglicher Strafen begünstigt.

Gleichbehandlung der Fahrer und strategische Überlegungen

Gleichbehandlung der Fahrer und strategische Überlegungen

Es wird erwartet, dass das Update gleichzeitig in beiden Mercedes-Fahrzeugen eingesetzt wird, um eine faire Behandlung von Antonelli und Russell zu gewährleisten. Antonelli wird voraussichtlich eine Strafzeit bei der Startaufstellung in seinem Heimrennen hinnehmen müssen, während Russell bereits drei der maximal zulässigen vier Verbrennungsmotoren verwendet hat. Mercedes geht davon aus, dass Ferrari ebenfalls in Monza neue Komponenten einführen wird.