Mainz zieht kaufoption: kawasaki bleibt, doch der deal hat einen haken

Der FSV Mainz 05 macht Nägel mit Köpfen. Nach nur 14 Pflichtspielen zieht der Klub die Kaufoption für Leihspieler Sota Kawasaki und verpflichtet den Japaner fest von Kyoto Sanga. Die Ablöse? Streng geheim. Die Vertragslaufzeit? Auch das bleibt im Verborgenen.

Ein tor in polen reicht fürs ticket

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Der 23-jährige Flügelflitzer war im Sommer als Leihgabe gekommen, sein Premierentreffer gelang ihm in der Conference League gegen Lech Posen. Offensichtlich reichte das, um die sportliche Leitung zu überzeugen. Doch die Geheimniskrämerei um die Transfermodalitäten wirft Fragen auf: Welcher Bundesligist versteckt sich heute noch hundsmiserabel hinter «nicht genannte Ablöse»?

Mainz ist bekannt dafür, mit kleinen Budgets große Würfe zu machen – siehe Burkardt, siehe Barreiro. Kawasaki passt ins Raster: schnell, dribbelstark, aber noch roh. Die Entscheidung, schon jetzt zuzuschlagen, entlarvt aber auch die Angst, ihn nach seiner Leihe zurück nach Japan ziehen zu lassen. Ein Risiko, das der Tabellenvorletzte der Vorsaison nicht eingehen will.

Die Vertragsdetails bleiben ebenso unklar wie die sportliche Rolle, die Trainer Bo Henriksen dem Japaner zugedacht hat. Mit 14 Einsätzen in dieser Saison war Kawasaki kein Stammspieler, aber ein Joker mit Startpotential. Die Mainzer Fans werden sich fragen: Reicht das für die kommende Spielzeit, wenn der Klassenerhalt wieder zur Nagelprobe wird?

Der Deal ist perfekt, das Schweigen der Verantwortlichen ebenfalls. Für Kawasaki beginnt jetzt die Stunde der Wahrheit: entweder er avanciert zum nächsten Mainz-Geheimtipp – oder bleibt ein teurer Lehrling auf der Bank. Die nächsten Monate werden zeigen, ob sich die Blind-Investition auszahlt.