Leclerc fordert mehr leistung: ferrari hinkt mercedes und ford hinterher!
Montreal – Charles Leclerc hat in Kanada offen seine Unzufriedenheit mit der Leistungsfähigkeit des Ferrari-Motors zum Ausdruck gebracht. Nach einem enttäuschenden Rennen in Miami, wo ein kleiner Fehler ihn den möglichen Podestplatz kostete, drückt der Monegasse nun seinen Wunsch nach einer deutlichen Verbesserung aus.

Motorproblematik: leclerc sieht mercedes und ford in führung
Leclerc betonte, dass er auf den Geraden oft das Gefühl habe, dass Ferrari im Vergleich zu Mercedes und sogar Ford etwas fehlt. Er zeigte sich überrascht, dass das Team trotz eines umfangreichen Update-Pakets in Miami nicht die erhoffte Leistungssteigerung erzielen konnte. Die Frage, ob Ferrari das sogenannte 'ADU' (Aduo) System der FIA erhalten wird, das Motorherstellern in Schwierigkeiten helfen soll, bleibt offen, doch Leclerc äußert die Hoffnung, dass dies zumindest eine Annäherung an die Konkurrenz ermöglichen wird.
Die Konkurrenz schläft nicht: Während Ferrari mit der Motorleistung kämpft, scheint Red Bull ebenfalls Fortschritte gemacht zu haben. Leclerc merkte an, dass Red Bull bereits während der Wintertests stark war und in Miami einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht habe, insbesondere in Bezug auf die Optimierung der Fahrzeugabstimmung. Dies deutet darauf hin, dass die Entwicklung der Konkurrenz nicht ausschließlich auf einzelne Updates zurückzuführen ist, sondern auch auf eine kontinuierliche Verbesserung der Fahrzeugabstimmung.
Ein besonderes Augenmerk richtet Leclerc auf den jungen italienischen Nachwuchsrennfahrer Kimi Antonelli, der in derselben Box auftaucht. “Ich bin überhaupt nicht überrascht von dem, was Kimi leistet”, sagte Leclerc. “Ich habe schon seit langem von seinem Talent gehört, vielleicht sogar schon als er noch im Kart unterwegs war. Das ist ein Zeichen dafür, dass ein Fahrer etwas Besonderes hat.” Antonellis Geschwindigkeit und Fähigkeit, das Potenzial des Autos auszuschöpfen, beeindrucken Leclerc sichtlich.
Nach dem Rennen in Montreal steht das Rennen in Monaco an, Leclercs Heimatrennen. Er äußerte sich optimistisch, dass die neuen Ferrari-Fahrzeuge auf dem anspruchsvollen Stadtkurs ihr volles Potenzial entfalten könnten. “Ich freue mich besonders auf Monaco, da die neuen Autos dort wahrscheinlich gut zur Geltung kommen werden. Das Auto ist leichter, und auf einem Kurs wie Monaco ist das ein Vorteil. Außerdem wird der elektrische Anteil der Power Unit dort weniger ins Gewicht fallen, da wir durch die vielen Kurven viel laden können.”
Die kommenden Rennen werden zeigen, ob Ferrari die Leistungsdefizite im Motorbereich überwinden und die Konkurrenz mithalten kann. Die Entwicklung der Fahrzeuge und die Optimierung der Abstimmung werden dabei entscheidende Faktoren sein, um die Hierarchie auf der Strecke zu verändern. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich der Kampf um die Spitze der Formel 1 weiterentwickelt.
