Josh holden bleibt bis 2028 in davos – playoff-sieg verlängerte seinen vertrag stillschweigend
Die Bande der Vaillant Arena ist Josh Holdens zweites Wohnzimmer – und wird es mindestens bis 2028 bleiben. Während andere Klubs im Sommer über Personalentscheidungen schwitzen, löste sich beim HC Davos alles wie von selbst: Ein kleiner Satz im Arbeitsvertrag sorgte dafür, dass sich der 45-jährige Kanadier ohne Handshake, ohne Pressekonferenz, ohne großes Tamtam um weitere zwei Jahre an die Bündner bindet.
Die klausel, die niemand auf dem schirm hatte
Die Devise lautete: Halbfinale oder nichts. Als Davos in der vergangenen Saison drei Siege gegen Genf holte und ins Playoff-Halbfinale einzog, sprang nicht nur der Traum vom Titel, sondern auch eine versteckte Vertragsklausel. «Wir erreichen das HF, du bleibst länger» – so simpel, so effektiv. Holden selbst schwieg, die Klubführung auch. Erst jetzt, Wochen später, sickert die automatische Verlängerung durch. Geschäftsführer Jan Albrecht bestätigte auf Anfrage lediglich: «Wir freuen uns über Stabilität.» Mehr braucht er nicht zu sagen.
Für Davos ist die Personalie mehr als ein Stück Papier. Nach Jahren mit wechselnden Lösungen hat Holden die jungen Talente wie Atte Ohtamaa und Leonardo Genoni zu einer verschworenen Einheit geformt. Die Defensive steht wieder so kompakt wie zuletzt unter Arno del Curto, der Sturm spielt mit einer Tempo-Kultur, die Fans wieder Hoffnung nährt. Die Liga spürt: Wer in der Arena gastiert, verliert selten mit weniger als drei Toren Differenz.

Zug schaut in die röhre – und muss umdenken
Während Davos planen kann, brodelt es 120 Kilometer weiter westlich. Beim EV Zug läuft Benoît Groulx aus, und die Wunschlösung Holden ist blockiert. Sportchef Reto Kläy muss sich nach Alternativen umsehen, obwohl der Kanadier intern noch immer mit «Mr. Richtig» betitelt wird. Holden selbst genießt die Machtlosigkeit der Zentralschweizer: Er kann sich auf die neue Saison konzentrieren, ohne Transfergerüchte, ohne Hintertürchen. Die nächsten 200 Liga-Spiele gehören ausschließlich Davos.
Die Botschaft ist klar: Wer in der Schweiz langfristig Erfolg haben will, muss nicht nur auf dem Eis gewinnen, sondern auch die Kleingedruckten lesen. Holden hat es getan – und bekommt dafür vier zusätzliche Jahre im Bündner Hochtal.
