Inter stolpert erneut und lässt ac mailand wieder dicht aufschließen

Inter Mailand patzt – und die Meisterschaft wird wieder zur Thriller-Staffel. Nach dem 1:1 gegen Atalanta Bergamo bleibt der Vorsprung der Nerazzurri auf fünf Punkte, doch die AC kann am Sonntag bei Lazio nachlegen. Die Partie hatte alles: Führung, Drama, Proteste und eine Rote für Coach Christian Chivu.

Die eskalation in der 82. minute

Inter führte durch Pio Espositos Treffer in der 26. Minute, als Yann Bisseck erstmals in dieser Saison von Anfang an auflief. Die Führung war verdient, aber nicht komfortabel. Atalanta drückte, Inter wackelte. Dann der Moment, der die Giuseppe-Meazza-Kurve in Rage versetzte: Ein Zweikampf im Mittelfeld, kein Pfiff, Konter, Nikola Krstovic trifft zum Ausgleich. Chivu explodiert, sprintet auf die Seitenlinie, gestikuliert wild – Gelb-Rot. Der Coach muss auf die Tribüne, sein Team ist geschockt.

Die Entscheidung war umstritten, weil Inter ein Foul an Denzel Dumfries reklamierte. Doch der Videoschiedsrichter blieb stumm. Atalanta nahm den Punkt dankbar mit, Inter kassiert den zweiten Patzer in Serie. Die Niederlage im Derby war noch frisch, nun folgt das nächste Lehrstück in Sachen Chancenverwertung und Nervenkraft.

Der blick richtung münchen wird ungemütlich

Der blick richtung münchen wird ungemütlich

Am Mittwoch wartet der FC Bayern im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League. Nach dem 1:6 im Hinspiel ist Atalantas Weiterkommen so wahrscheinlich wie Schnee im Mai. Doch genau diese Entlastung könnte Bergamo in der Liga gefährlich machen. Kein Druck, dafür Selbstvertrauen.

Inter muss dagegen wieder nachlegen. Die Tabellenführung ist dünn, der Spielplan eng. Und die AC Mailand? Die beobachtet das Ganze mit einem Grinsen. Noch sind es fünf Punkte, aber bei einem Sieg am Sonntag in Rom wird die Meisterschaft zur Zitterpartie. Die Serie A lebt – und Klaus Schäfer sitzt vor dem Bildschirm, bereit für das nächste Kapitel.