Formel 1 elektro-ära: piastri glänzt, aston martin versinkt

Melbourne, Freitag. Oscar Piastri dreht vor heimischem Publikum die schnellste Runde des Tages – 1:19,792 Minuten – und setzt damit gleich zum Auftakt der neuen Elektro-Ära ein Zeichen. Dahinter reihen sich Kimi Antonelli undGeorge Russell für Mercedes ein. Das klingt nach einer klaren Rangordnung. Ist es aber nicht. Noch nicht.

Ein freitag, der mehr fragen aufwirft als beantwortet

Was die freien Trainings zum Großen Preis von Australien vor allem zeigen: Niemand hat dieses neue Regelwerk wirklich im Griff. Nur noch die Hälfte der Leistung stammt aus dem Verbrenner – der Rest kommt aus dem Hybridsystem. Das klingt technisch, fühlt sich aber auf der Strecke radikal anders an. Die Fahrer tasten sich vor wie Blinde in einem neuen Raum. In der ersten Session führte noch Ferrari mit Lewis Hamilton und Charles Leclerc, am Nachmittag hatten McLaren und Mercedes das Heft in der Hand. Die Reihenfolge am Sonntag (5.00 Uhr MEZ, Sky) dürfte mit dem heutigen Freitag wenig zu tun haben.

Aston martin: wenn ein team kollabiert, bevor das rennen beginnt

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Und dann ist da Aston Martin. Was sich dort abspielt, geht über sportliche Enttäuschung weit hinaus. Das Team kämpft mit einer Power Unit, die so stark vibriert, dass Mediziner bereits von möglichen Nervenschäden in den Händen der Fahrer sprechen. Adrian Newey, der große Konstrukteur, der eigentlich Lösungen verkörpert, sagte am Freitag, er fühle sich „machtlos