Formel 1 2026: regelrevolution, zwei neue teams und 1020 ps
Am Samstag rollt in Melbourne die 76. Formel-1-Saison an – und sie tut es mit einem Knall. Neue Autos, neue Motoren, neue Teams, eine neue Strecke. Der größte Regelumbruch seit Jahren trifft eine Königsklasse, die ohnehin schon brodelt. Wer jetzt nicht aufmerksam ist, verpasst den Beginn einer neuen Ära.
Die autos sind kleiner, leichter und brutaler als je zuvor
30 Kilogramm weniger. 10 Zentimeter schmaler. 20 Zentimeter kürzer. Der Radstand schrumpft von 3,60 auf 3,40 Meter. Was auf dem Papier nach Diät klingt, fühlt sich auf der Strecke an wie ein Schlag ins Gesicht der Konkurrenz – die neuen Boliden sind agiler, direkter, nervöser. Die Testfahrten in Bahrain haben das bereits bewiesen.
Und dann sind da noch die Motoren. Die 1,6-Liter-V6-Turbos bleiben, aber alles drumherum wurde neu gedacht. Statt knapp 20 Prozent Elektroanteil liefern Verbrenner und E-Motor jetzt je 50 Prozent der Leistung. Das Ergebnis: 1020 PS. Der Turbomotor bringt 400 kW, der Elektromotor 350 kW. Angetrieben wird der Verbrenner vollständig mit synthetischem Kraftstoff – ein klares Signal in Richtung Nachhaltigkeit, das in der Praxis aber vor allem eines bedeutet: mehr Komplexität für die Ingenieure.

Das ende von drs – und was danach kommt
Der Einbau der stärkeren Elektromotoren hatte einen Preis: Der Luftwiderstand musste drastisch sinken, damit sich die Batterien schnell genug aufladen. Das bedeutete das Aus für den DRS. Wer jetzt überholen will, braucht andere Werkzeuge.
Die aktive Aerodynamik übernimmt. Fahrer können Front- und Heckflügel zwischen zwei Modi umschalten – dem „Corner Mode
