Ds n°7 rollt 2026 an: 740 km reichweite treffen französische eleganz
Es ist soweit: Der neue DS N°7 bringt den elektrischen Luxus-Kompakt-SUV auf 4,66 m Länge und schickt sich an, Audi Q4 und BMW iX1 die Show zu stehlen. Los geht’s Q4 2026 im Stellantis-Werk Melfi – und die Top-Version schafft bis zu 740 km nach WLTP.
Warum die n°7 mehr ist als nur ein facelift
Weil DS Automobiles den bisherigen DS 7 nicht einfach frisch lackiert, sondern komplett neu aufstellt. Das Karbon-Ausstoss-Ziel der EU droht, wer 2027 noch zu viel CO2 ausstösst, zahlt saftig. Darum die Hybrid-145-Variante mit 119 g/km – ein Wert, den selbst die Golf-Klasse selten unterbietet.
Die Designer setzen auf den „V“-förmigen DS Light Blade, 21-Zoll-Räder und einen cw-Wert von 0,26 – für ein SUV ein Spitzenwert. Die Hecktür wird 30 % grösser, das Panoramadach wächst um 40 %, und wer will, bestellt zweifarbig lackiert mit schwarzem Dach. Das klingt nach Marketing, ist aber Aerodynamik: Jeder verlorene Millimeter Luftwiderstand kostet bei 130 km/h oben drein Kilometer Reichweite.

Die batterie kommt aus frankreich, das auto aus italien
Stellantis baut die 97,2-kWh-Long-Range-Zelle im nordfranzösischen Douvrin, die E-Motoren entstehen in Trémery, doch die Endmontage erfolgt in Melfi, Basilikata – auf derselben Linie wie die Lancia Gamma. Die Italiener erhalten so ein zweites Premium-Modell neben dem 60.000-Euro-SUV, während die deutsche Konkurrenz weiterhin Leipzig, Dingolfing oder Ingolstadt ruft.
Technik-Leckerbissen: DS Pixel Vision lenkt die LED-Scheinwerfer per Pixel, Night Vision warnt vor Wild, das Extended Head-up Display mischt Navigation und Fahrspur-Assistent in eine Holo-Projektion. Die 14-Kanal-Electra-3D-Anlage liefert 690 Watt – genug, um Bayreuth im Stau zu erleben.
Drei e-versionen, eine hybrid-bremse
Die Einstiegs-ETense-FWD leistet 230 PS und kommt mit 73,7 kWh auf 543 km. Die Long-Range-FWD steigert sich auf 245 PS und 740 km – ein Wert, den aktuell selbst Mercedes EQC und Audi Q8 e-tron nur mit deutlich grösserer Batterie erreichen. Die AWD-Topversion jagt 350 PS auf alle vier Räder und sprintet in 5,4 s auf 100 km/h; dabei sinkt die Reichweite auf 679 km, was immer noch mehr ist, was ein Tesla Model Y Long Range schafft.
Die Hybrid-145-Variante koppelt den 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbo mit 21 kW E-Maschine. Ohne Stecker-Laden, dafür mit 50-prozentiger E-Phase im Stadtverkehr. Konsum: 5,3 l/100 km, 119 g CO2. Für Firmenwagen-Fahrer ein Trumpf, denn 0,5 % Besteuerung statt 1 % sparen locker 1.200 Euro im Jahr.

Marktstart und preis-signal
Marktstart Q4 2026, Bestellung offen ab Frühjahr 2026. DS schweigt noch zum Preis, doch ein Blick auf den aktuellen DS 7 Crossback lässt erahnen: 45.000 Euro für die Hybrid-Version, 60.000 Euro für die E-Top-Variante. Die N°7 dürfte bei 48.000 starten und mit 97-kWh-Batterie bei 65.000 landen – mitten im Kampffeld von Audi Q4 e-tron und BMW iX1.
Die Botschaft ist klar: DS liefert keine Nischen-Lösung mehr, sondern attackiert die deutsche Premium-Klasse mit französischer Coolness und italienischer Produktion. Wenn die N°7 tatsächlich 740 km schafft, wird selbst Bayern zur Schnellader-Provinz. Dann zählt nur noch eine Frage: Wer bietet mehr Charme pro Kilowatt?
