De laurentiis zwingt conte zum bruch: jetzt oder nie, sonst zerstört er sein eigenes werk
Es ist die Stunde der Wahrheit für Antonio Conte: Napolis Präsident Aurelio De Laurentiis stellt den Trainer vor die Wahl – Nationalmannschaft oder Festgeldkonto, aber bitte sofort. „Wenn er gehen will, soll er es jetzt sagen. Ansonsten tötet er seine eigene Kreatur“, zitiert The Athletic den Patriarchen vom Vesuv.
Warum der 13. mai alles entscheidet
Hinter den Kulissen tickt eine geheime Uhr. Stellt sich bis zum 13. Mai nur ein Kandidat für den FIGC-Präsidentenposten, wird die Nachfolge von Luciano Spalletti innerhalb von Tagen geklärt. Gibt es keinen Konsens, läuft die Zeit bis zum 22. Juni – und Conte müsste zwischen der EM-Vorbereitung und Napoli-Vereinbarungen jonglieren. Das will De Laurentiis nicht länger mitansehen. Sein Appell: „Conte ist ein seriöser Mann. Er würde mich nie im letzten Moment sitzen lassen. Aber wenn er es doch täte, würde er das Projekt, das er selbst aufgebaut hat, zerstören.“
Der Coach kassiert aktuell neun Millionen Netto plus Prämien, der Vertrag läuft noch ein Jahr. Sagt er jetzt zu, spart der Klub rund 23 Millionen Brutto. Sagt er nichts, bleibt er – versprochen hat ihm das der Präsident. „Wenn er kommt und mir persönlich mitteilt: +Ich will weg+, dann habe ich im April und Mai Zeit, einen Nachfolger zu finden“, so De Laurentiis.

Milan baut weiter auf allegri – aber nur, wenn die champions league klappt
Während in Neapel der Countdown läuft, plant der AC Milan mit Max Allegri. Der 57-Jährige ist heißer Kandidat auf den Azzurri-Posten, doch der Klub hält die Kursbuchung fest. Vertrag bis 2027, Option bis 2029 – vorausgesetzt, die Rossoneri landen unter den ersten Vier. Mit Furlani und Sportdirektor Tare hat Allegri bereits den Sommer durchdekliniert: Modric oder Rabiot sollen die Führungskultur erhöhen, ein neunerkiller muss her, die Kabine will personell aufgestockt werden, weil die Europa-League-Teilnehmer-Zahl die Belastung steigert.
Die Devise: Champions-League-Quali first, Gespräche second. Scheitert Milan, könnte sich die Führung nicht alle Wünsche erfüllen – und plötzlich wird die Azzurri-Variante für Allegri greifbar. Dann wäre der AC Milan zum dritten Mal in zwei Jahren auf Traineruche. Das wollen die Verantwortlichen um Geiss-Sportchef Giorgio Furlani unbedingt verhindern.
Die italienische Fußball-Sommerloch-Bombe tickt also an zwei Fronten. In Neapel fordert De Laurentiis ein Ultimatum, in Mailand wartet Allegri auf die Millionen-Entscheidung der Bosse. Wer zuerst blinkt, bestimmt, wer künftig die Nazionale dirigiert – und wer in der Serie A den nächsten Meister formt.
