Dacia evader 2026: der spring-nachfolger kommt aus europa
Der Frühling geht, der Ausbrecher kommt. Dacia verabschiedet sich von der Spring und schickt 2026 den Evader ins Rennen – ein kompakter Elektro-Crossover, der für rund 18.000 Euro Startpreis die Kleinwagen-Elektromobilität in Europa neu definieren soll. Und dieses Mal wird er nicht in China gebaut.
Ein name, der programm macht
Spring klang nach Pastellfarben und Stadtspaziergang. Evader klingt nach jemandem, der ab und zu aus dem Alltag ausbricht. Das ist kein Zufall. Dacia positioniert das neue Modell bewusst als Mini-SUV mit Charakter – kantigeres Heck, mehr Laderaum, stärkere Präsenz auf der Straße. Laut Brancheninformationen könnte das Kofferraumvolumen auf knapp 360 Liter steigen, ein deutlicher Sprung gegenüber der Spring.
Der offizielle Vorhang soll am 5. März 2026 fallen – nur wenige Tage vor der Präsentation des strategischen Plans futuREeady der Renault-Gruppe am 10. März. Timing ist alles, und Dacia weiß das.
Technik von der twingo, produktion in europa
Unter dem Blech teilt sich der Evader die AmpR Small-Plattform der Renault-Gruppe mit der neuen Twingo E-Tech. Das bedeutet: Frontmotor mit 82 PS und 175 Nm, eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 27,5 kWh und eine WLTP-Reichweite von etwas über 260 Kilometern. DC-Laden ist mit bis zu 50 kW möglich – solide, wenn auch kein Rekord.
Was den Evader von der Spring fundamental unterscheidet, ist die Herkunft. Die Spring wird noch immer in der chinesischen Provinz Hubei montiert, auf einer Basis, die aus der Renault-Dongfeng-Kooperation stammt. Der Evader hingegen wird in Europa produziert – eine strategische Entscheidung, die direkt auf die EU-Strafzölle für chinesische Elektrofahrzeuge reagiert. Dacia macht aus der Not eine Tugend.

Value for money – der einzige markenkern, der zählt
Drinnen bleibt Dacia Dacia. Kein Schnickschnack, kein aufgeblasenes Infotainment-Theater. Die Marke setzt konsequent auf das Prinzip, das sie groß gemacht hat: maximale Qualität zum kleinstmöglichen Preis. 18.000 Euro Einstiegspreis – und mit staatlichen Förderungen in manchen Märkten könnte der Evader deutlich günstiger werden.
Renault spielt dabei ein cleveres Doppelspiel: Die Twingo spricht das klassische Renault-Publikum an, der Evader zielt auf Käufer, die ein dynamischeres Design wollen, aber trotzdem keinen Cent mehr als nötig ausgeben. Zwei Modelle, eine Plattform, zwei völlig verschiedene Zielgruppen. Das ist keine Kannibalisierung – das ist Portfoliostrategie.
2026 wird für Dacia ohnehin ein volles Jahr: Neben dem Evader steht auch der Spacer in den Startlöchern. Die Rumänen haben lange geschwiegen. Jetzt reden sie mit Fahrzeugen.
