Bulega schlägt zurück: superbike-saison 2026 startet mit k.o. in australien

Phillip Island – 48 Stunden, 161 Grad Asphalt, ein Vollgas-Start. Nicolò Bulega zündet seine Ducati Panigale V4R, räumt beim Saisonauftakt der Superbike-WM beide Läufe und das Superpole-Race ab und schickt der Konkurrenz vor 48.000 australischen Fans eine Botschaft: Der Vize-Weltmeister ist zurück – und lauter.

Der kalender, der keine ruhe lässt

Der kalender, der keine ruhe lässt

Zwölf Rennwochenenden, keine Sommerpause, nur ein einziger Atemzug im August. Nach dem Feuerwerk in Down Under geht es am 27. März direkt nach Portimão, bevor die Serie durch Europa rast: Assen, Balatonfüred, Most, Aragón, Misano, Donington, Magny-Cours, Cremona, Estoril – und am 18. Oktober der finale Showdown in Jerez. Wer dort noch Punkte braucht, wird ins Gras beißen: Die Streckenfolge ist härter als je zuvor, die Reisekilometer steigen auf 46.000.

Sky Italia sicherte sich bis 2027 die exklusiven Rechte. Kostenlose Live-Bilder gibt’s auf TV8, wer tiefer einsteigen will, schaltet Sky Sport MotoGP – außer MotoGP und Superbike kollidieren, dann wechselt die Serie auf Sky Sport Arena. Stream-Nutzer greifen zu Sky Go oder NOW, 60-FPS-Qualität inklusive.

Doch die wahre Geschichte steht auf dem Asphalt. Bulega gewann in Phillip Island mit durchschnittlich 0,3 Sekunden Vorsprung – ein Psychokrieg, kein Glück. Die Yamaha-Truppe um Toprak Razgatlıoğlu antwortete mit Platten und heißen Bremsen, BMW zog sich mit Motorschäden zurück, Kawasaki vermiste Top-Speed. Erste Bilanz: Ducati liefert wieder das Referenzprodukt, die Gegner müssen entwickeln oder verlieren.

Und die Italiener? Sie haben gleich zwei Heimspiele – Misano Anfang Juni und Cremona Ende September. Die Tribünen sind längst ausverkauft, die Emilia-Romagna plant Fan-Feste, und die Tickets auf dem Schwarzmarkt klettern bereits über 250 Euro. Wer live dabei sein will, zahlt mehr als je zuvor – oder schaltet den Fernseher an.

Die nächste Rennwoche beginnt, bevor die Reifen in Australien kalt sind. In Portimão erwartet die Fahrer ein Layout mit 4,6 Kilometern und 15 Kurven, wo 2025 noch fünf Fahrer in der letzten Runde stürzten. Die Saison 2026 verspricht keine Verschnaufpause – nur noch mehr Tempo, noch mehr Risiko, noch mehr Bulega, der jetzt schon Führung nimmt. Wer mit ihm mithalten will, muss an die Decke gehen – oder wird zur Fußnote degradiert.