Bortoleto packt aus: wheatleys exit war keine überraschung
Suzuka – Gabriel Bortoleto spricht Klartext. Der Audi-Pilot hatte Jonathan Wheatleys Rücktritt als Teamchef schon vor der offiziellen Meldung auf dem Radar. „Ich würde nicht sagen, dass es eine Überraschung ist“, sagt der Brasilianer am Donnerstag im Fahrerlager. Private Angelegenheiten, die der Brite öffentlich gemacht habe, hätten Priorität. Konkret: Wheatley will zu Aston Martin.

Die stimmung blieb trotzdem gut
Bortoleto gibt dem 55-Jährigen trotz der kurzen gemeinsamen Zeit ein gutes Zeugnis. „Er hat dafür gesorgt, dass sich alle wohlfühlten, und wir haben uns in vielen Bereichen verbessert“, sagt er. Die Ingolstädter hatten Wheatley erst im April 2025 geholt, nun übernimmt Mattia Binotto doppelt: als Teamchef und als Leiter des gesamten F1-Projekts.
Der Wechsel kommt für Bortoleto zur richtigen Zeit. „Mattia trägt die volle Verantwortung und ist jemand, dem ich voll und ganz vertraue“, sagt er. Dank Binotto sitzt der 20-Jährige überhaupt erst im Cockpit. Mit Rang neun in Melbourne hat er direkt die ersten Punkte für das neue Audi-Team geholt. „Ich bin äußerst dankbar und sehr optimistisch, was er mit dieser größeren Verantwortung bewirken kann.“
Die Nachricht schlug ein wie ein Seitenwind in der Boxengasse: Wheatley geht, Binotto übernimmt. Doch wer nun einen Drama-Abend erwartet, liegt falsch. Die Stimmung in Suzuka ist gelöst – und Bortoleto schielt schon auf das nächste Rennen. Denn Punkte sind Programme, und Programme sind Macht.
