Bochum bangt: kann rösler die abstiegsgefahr bannen?

Die Aufstiegs-Träume sind geplatzt, nun gilt es, den Klassenerhalt zu sichern. Der VfL Bochum, unter Trainer Uwe Rösler einst auf bestem Weg, steckt in einer alarmierenden Formkrise. Nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen droht der Abstiegskampf erneut in vollem Gange – und die Verantwortlichen scheinen nervös zu werden.

Die abwehr schluckt gegentore

Die abwehr schluckt gegentore

Die jüngsten Auftritte lassen wenig Hoffnung auf eine schnelle Trendwende entstehen. Die 2:3-Niederlage gegen Kiel war bereits ein Warnsignal, doch das 0:4 im Testspiel gegen die Zweitligamannschaft Rot-Weiss Essen während der Länderspielpause verdeutlichte die Probleme auf erschreckende Weise. Auch wenn Essen mit einer B-Elf antrat, sollte diese Pleite in Bochum als Weckruf dienen.

Verteidiger Maximilian Wittek weiß, worum es geht. „Ich denke, dass jedem bewusst ist, in welcher Situation wir uns befinden“, betonte er gegenüber Reviersport. Die Konzentration scheint abgewandert zu sein, die Basics werden vernachlässigt. Intensität, Zweikampfstärke, Laufbereitschaft und Kampfgeist – diese Eigenschaften, die Bochum lange auszeichneten, sind derzeit Mangelware.

Die Tabelle lügt nicht: Mit 33 Punkten rangiert der VfL auf dem 10. Platz, ein komfortabler Abstand zur Abstiegszone, der jedoch trügerisch ist. Kiel, aktuell auf Relegationsrang, weist lediglich fünf Zähler weniger auf und hat ein Heimspiel gegen das Schlusslicht Münster vor der Brust. Und dann ist da noch der kommende Gegner Magdeburg, der mit 27 Punkten ebenfalls gefährlich nahe rückt.

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Bei einer weiteren Niederlage am Samstag gegen Magdeburg (13 Uhr, LIVE! bei kicker) droht es erneut eng zu werden. Doch Wittek mahnt zur Besinnung: „Wichtig wird sein, dass wir erst einmal wieder zu unseren Basics, zu unserer Kompaktheit zurückfinden.“ Das Nullhalten wäre dabei Gold wert, denn zu viele Gegentore haben die Bochumer in den letzten Spielen beschäftigt.

Trainer Rösler muss seine Mannschaft wachrütteln, obwohl Wittek meint, dass die Spieler die Situation selbst erkannt haben. „Es ist uns allen bewusst, jeder weiß, dass wir noch Punkte holen müssen.“ Die Arbeit in der Länderspielpause soll sich nun auszahlen.

Ein Déjà-vu-Erlebnis ließ die Bochumer zudem erschaudern: Bereits im November gab es ein 1:4 gegen Osnabrück, gefolgt von einem 1:2 gegen Dresden. Ein schlechtes Omen? Die Fans hoffen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt.