Aston martin wirft newey raus – wheatley soll retter sein
Aston Martin schiebt Adrian Newey zur Seite. Nach dem desolaten Saisonstart haben die Briten Jonathan Wheatley einen Vertrag als Teamchef geboten – der Mann von Audi soll die Trümmer in Silverstone aufräumen.
Die Bombe tickt seit Wochen. Drei Rennen, drei Mal liegen die grünen AMR25 hinter den Erwartungen zurück. Lawrence Stroll reagiert mit dem härtesten Personalschnitt der Ära: Newey verliert seine Doppelrolle als Technikchef und Teamprincipal, rutscht zurück in die reine Entwicklung. Honda-Motoren, die zu heiß laufen, und ein Chassis, das die Daten lügt, haben die Geduld des Milliardärs gebrochen.

Wheatley lockt die heimkehr nach england
Der 54-jährige Australier ist seit November 2023 bei Audi in Hinwil, doch das Projekt läuft auf Sparflamme. Ein Interview in seinem Garten in Oxfordshire bestätigte: „Ich vermisse die britische Garage.“ Die Aston-Offerte liegt unterschrieben in seinem Briefkasten – noch fehlt das Datum. Audi verlangt eine Karenz, intern heißt es: mindestens sechs Monate. Das würde Wheatleys Debüt auf 2026 verschieben.
Die Ironie: Newey selbst schlug Wheatley vor. Zwanzig Jahre arbeiteten sie bei Red Bull Seite an Seite, sieben Weltmeistertitel resultieren aus dieser Chemie. Bei Aston dagegen blockierte Newey die Kandidatur von Christian Horner, der diese Woche mit Stroll in London speiste. Interne Quellen: „Adrian will keinen Alpha-Mann, er will einen Organisator.“
Für Newey bedeutet der Rückzug eine Demontage. Nach dem Ausscheiden von Andy Cowell übernahm er die operative Leitung – ein Job, für den er sich nie bewarb. Jetzt soll er wieder nur Blech und Aerodynamik modellieren, während Wheatley Boxenstopps, Logistik und FIA-Gespräche führt. Die Honda-Technikleute erhalten direkten Draht zu ihm, die Mechaniker endlich klare Linien.
Die Uhr tickt. Die nächsten Updates kommen in Imola – wenn die Motoren wieder platzen, fliegt nicht nur Newey, sondern die gesamte Technikabteilung. Die Nachricht ist ein lauter Weckruf: Silverstone lässt keine zweite Chance zu.
