Accorsi enthüllt: antonelli war schon mit 8 ein phänomen – und ferrari winkt
Stefano Accorsi hat es vorhergesehen. Vor zehn Jahren stand der Schauspieler mit einem neunjährigen Jungen vor der Kamera, der heute die Formel 1 aufmischt: Kimi Antonelli. „Er war anders“, sagt Accorsi im Gespräch mit TSV Pelkum Sportwelt. „Während andere Kids nach drei Takes durchdrehten, blieb Kimi fokussiert. Disziplin, die ihm heute nützt.“
Accorsi erinnert sich an den dreh von „schnell wie der wind“
Der Film entstand 2015 in der Emilia-Romagna. Regisseur Matteo Rovere brauchte echte Rennszenen – und fand sie dank Marco Antonelli, Kimis Vater. Der fuhr damals GT-Wagen und lieferte die Autos. „Marco war Rennfahrer mit Leib und Seele“, lacht Accorsi. „Wir sagten ihm: ‚Bitte folge unserem Storyboard.‘ Er nickte – und riss in der ersten Kurve trotzdem das rote Kabel raus. Am Ende lief alles perfekt, aber man spürte den Wettkampf-Tick.“
Dabei war der kleine Kimi stets an seiner Seite. „Er quälte sich nicht, am Set zu sein. Er hatte Termine: Kart-Training, Rennen, Schule. Ein Manager-Schedule mit Achselhöhlen, die noch keine Haare hatten.“

Warum mercedes so früh auf antonelli setzte
Zwei Siege in den letzten drei Grand Prix bestätigen die These: Antonelli trägt eine Psyche aus Stahl. „Das ist kein Zufall“, betont Accorsi. „Kartfahrer lernen früh, mit 160 Schlägen pro Minute die Linie zu halten. Wer das mit neun Jahren schafft, schafft Silverstone mit 300 km/h auch.“
Mercedes-Teamchef Toto Wolles Wette auf den jungen Italiener wirkt weniger riskant, seit die Daten seine Coolness unterstreichen. „Kein Zweifel: Die Familie, das Umfeld, die Mentalität – das alles kommt aus der Emilia. Dort atmet man 98-Oktan statt Sauerstoff“, sagt Accorsi.
„Ferrari wäre der traum aller italiener“
Accorsi ist Bologneser. Die rote Sonne von Maranello geht ihm nicht aus dem Kopf. „Als Kind wollte ich Rossi auf der Ducati sehen. Heute wünschen wir uns Kimi in der roten Garage. Die Tradition lebt weiter: Wir produzieren keine Autos, wir produzieren Emotionen.“
Ob es 2025 soweit ist? Accorsi zuckt mit den Schultern, dann kommt ein verschmitztes Lächeln. „Die Rufe werden lauter. Und wenn es klappt – ich bringe Glück. 2021 erzählte ich für die Rai die Geschichte der Nationalmannschaft. Sie gewann das EM-Finale. Vielleicht sollte man mich öfter buchen.“
Er paktiert mit sich selbst: „Bosnien-Herzegowina nächste Woche ist Pflicht. Dann kommt Antonelli dran. Und ich? Ich bleibe fit, damit ich mich freuen kann, wenn ein kleiner Bub vom Kart-Track neben Modena plötzlich die Königsklasse dominiert. Sport ist kein Märchen – er schreibt Drehbücher, die besser sind als Hollywood.“
