Austria wien zieht mit 1:0 in salzburg davon – sturm graz landet last-minute-knaller

Die Veilchen bleiben ein Phantom: Salzburg dominiert, trifft nicht – Austria Wien trifft einmal und gewinnt 1:0. Lena Triendl sorgte in der 39. Minute für den einzigen Treffer des Spiels und damit für den 14. Sieg im 15. Saisonspiel. Die Austria steht weiter ohne Niederlage da, der Vorsprung auf Verfolger St. Pölten beträgt neun Punkte.

Salzburg schießt, wien gewinnt

Die Statistik lügt nicht: Die Bullen hatten 63 Prozent Ballbesitz, 14 Torschüsse und fünf Eckbälle – aber keine Punkte. Coach Stefan Kenesei hatte seine Elf tief stehen lassen, die Lücke nutzte Triendl nach einem Konter eiskalt aus. Torhüter Manuela Zinsberger parierte alles, was ihr vor die Handschuhe kam. Die Austria spielt nicht mehr, sie verwaltet – und das mit Erfolg.

Die Niederösterreicherinnen aus St. Pölten haben zwar eine Partie weniger absolviert, doch selbst ein Sieg im Nachholspiel würde den Abstand nur auf sechs Punkte verkürzen. Die Meisterschaft scheint längst entschieden, das Meister-Play-off ein Privatparkplatz der Veilchen.

Sturm graz rettet sich in die schlussminute

Sturm graz rettet sich in die schlussminute

Während die Austria souverän wirkt, kämpft Sturm Graz mit dem Herz eines Boxers. Beim USV Neulengbach lagen die Steirerinnen bis zur 90. Minute auf Kurs Richtung Punktverlust, dann schlug Lisa Kolb im Getümmel zu. 1:0, Platz vier ist sicher, sechs Punkte Vorsprung auf Salzburg – die Europa-League-Träume leben weiter.

Das Spiel war kein Schönheitspreis, aber ein Lehrstück über Beharrlichkeit. Neulengbach verteidigte mit zehn Frauen in der eigenen Hälfte, Sturm Graz schob und schob – bis der Damm brach. Trainer Christian Zeller sprach hinterher von „charakterstarker Mentalität“, was in dem Fall kein Standardphrase ist, sondern der Wahrheit entspricht.

LASK kann dagegen die Champagner-Kisten wieder einräumen. Der 1:0-Auswärtssieg bei Südburgenland/Hartberg ändert nichts am Tabellenfakt: Sechs Punkte Rückstand auf Rang vier, drei Spiele noch – die Mathematik ist gnadenlos. Die Oberösterreicherinnen werden die Saison als Außenseiter verlassen, die Lehrgeld-Zahlungen waren diesmal zu hoch.

Die Bundesliga geht in die Endphase, aber das Rennen ist längst ein Sololauf der Austria. Wer die Veilchen stoppen will, braucht nicht nur eine gute Tagesform, sondern eine neue Saison.