Austria wien triumphiert im derby – aufstiegskampf hält spannung hoch

Austria wien triumphiert im derby – aufstiegskampf hält spannung hoch

Nach dem klaren 2:0-Sieg im 348. Wiener Derby über Rapid Wien stellt sich die Frage nach der Tabellenführung in Wien zumindest vorerst nicht. Trainer Stephan Helm von Austria Wien sieht den starken Start in die Frühjahrssaison als Resultat einer intensiven Vorbereitung. Die Austria hat damit auch das zweite Saison-Derby für sich entschieden.

Dominanz der veilchen im derby

Alles, was die Austria am Sonntag im Derby kontrollieren konnte, kontrollierte sie auch. Abwehrchef Aleksandar Dragovic betonte im Sky-Interview: „Wir fokussieren uns nur auf uns und haben unsere Leistung auf den Platz gebracht.“ Der Sieg, der aufgrund der Ausschreitungen im Rapid-Sektor fast in den Hintergrund geriet, sei ein wichtiger Schritt. „Wir sind auf einem guten Weg und können den Abend heute genießen.“

Ranftl erzielt historäres derby-tor

Ranftl erzielt historäres derby-tor

Im September überraschte Austria noch mit einem 3:1-Sieg in Hütteldorf, doch diesmal bestätigten sie ihre Favoritenrolle eindrucksvoll. Reinhold Ranftl erzielte in der 34. Minute das entscheidende 1:0 – sein erstes Derby-Tor überhaupt in seiner langen Karriere. „Im Derby zu treffen, ist ein super Gefühl“, so der 34-Jährige. „Es freut mich für die Fans und uns als Mannschaft, weil das extrem wichtig für den Verein ist.“

Austria auf tuchfühlung zum spitzenduo

Austria auf tuchfühlung zum spitzenduo

Die Austria liegt in der Tabelle nur noch einen Punkt hinter dem Spitzenduo Salzburg und LASK, die sich in der kommenden Woche in Linz direkt duellieren. Nach dem 2:0-Sieg in Salzburg zu Saisonbeginn könnte die Austria in einer Woche sogar die Tabellenspitze übernehmen. Trainer Helm mahnt jedoch zur Vorsicht: „Wir sind sehr gut in die Rückrunde gestartet, haben in den letzten sieben Wochen sehr viel investiert, dass wir an dem Punkt sind. Wir freuen uns, aber müssen am Boden bleiben.“

Rapid wien in der krise

Rapid wien in der krise

Für Rapid Wien hingegen läuft es alles andere als rund. Das 0:2 gegen die Austria war bereits die zwölfte sieglose Partie in Folge. Andreas Weimann, der Winter-Neuzugang, gestand: „Die erste Halbzeit war nicht akzeptabel. Wir waren nicht gut genug.“ Im Training zeige die Mannschaft deutlich bessere Leistungen, jedoch fehle es im Spiel an Selbstvertrauen. „Ich weiß nicht, ob es am Selbstvertrauen liegt. Wir müssen ganz schnell etwas ändern.“

Hoffnungslos für die meistergruppe?

Hoffnungslos für die meistergruppe?

Trainer Johannes Hoff Thorup äußerte seinen Wunsch nach einem aggressiveren und nach vorne gerichteten Auftritt seiner Mannschaft. Er bemängelte, dass die Mannschaft Chancen ungenutzt ließ. Rapid droht das Verpassen der Meistergruppe. Drei Spieltage vor dem Ende des Grunddurchgangs fehlen den Hütteldorfern einen Punkt auf die Top-6. Die kommenden Spiele gegen WAC, Altach und Salzburg werden entscheidend sein.

Ndzie mit knieverletzung

Ndzie mit knieverletzung

Ein weiterer Rückschlag für Rapid: Martin Ndzie zog sich im Training eine Knieverletzung zu. Hoff Thorup gab an, dass die Verletzung nicht gut aussehe. Die Austria hingegen kann optimistisch in die kommenden Spiele blicken und hofft, den Aufwärtstrend fortzusetzen.

Derby-analyse: noten und fazit

Derby-analyse: noten und fazit

SpielerNote (ungefähre Einschätzung)
Aleksandar Dragovic (Austria)1,5
Reinhold Ranftl (Austria)2,0
Andreas Weimann (Rapid)3,0
Martin Polster (Rapid)3,5

Der klare Sieg der Austria Wien im Derby unterstreicht die aktuelle Stabilität des Teams und die Krise bei Rapid Wien. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Austria den Aufwärtstrend fortsetzen und um die Tabellenspitze mitspielen kann.