Austria wien demoliert südburgenland und schraubt titeltraum auf 16 siege
Katharina Schiechtl traf doppelt, die Generali Arena bebte – und die Bundesliga-Spitze rückt in greifbare Nähe. Mit dem 5:0-Nachtragssieg gegen die Spielgemeinschaft Südburgenland/TSV Hartberg hat Austria Wien die Tabellenführung ausgebaut und den Meister St. Pölten vorläufig auf neun Zähler Distanz gestellt.
Schiechtl lässt hartberg keine atempause
Schon nach 21 Minuten zeigte die 29-jährige Verteidigerin, warum sie in dieser Saison zur treibenden Kraft der Veilchen avanciert ist. Ihr Kopfball nach Ecke war der Starter – und ihr verwandelter Foulelfmeter kurz vor Schluss der Schlusspunkt. Dazwischen ließ Almedina Sisic (68.) mit einem satten Linksschuss das Netz erzittern, Carina Wenninger (76.) erhöhte per Volley, ehe Tatjana Weiss (92.) den fünften Treffer nachsetzte. Die Austria blieb damit auch im 17. Pflichtspiel ungeschlagen.
Was auf dem Papier wie ein Routinejob aussah, entpuppte sich als Lehrstück über effizientes Pressing und räumliche Kontrolle. Coach Stefan Kenesei stellte seine Mittelfeldreihe um, ließ Wenninger ins Zentrum rücken und verordnete der Hintermannschaft eine höhere Linie. Hartberg fand kein Mittel – und kassierte die höchste Niederlage der laufenden Spielzeit.

St. pölten muss nachlegen, wenn der titel nicht abgehängt wird
Die Niederösterreicherinnen haben zwar ein Spiel weniger, doch selbst bei einem Sieg blieben sie sechs Punkte hinter Wien. Das Restprogramm der Veilchen: zwei Heimspiele, ein Auswärtstermin – alles gegen Teams jenseits der Top-Four. Die Statistik spricht eine klare Sprache: Erst ein Gegentreffer in den letzten 450 Minuten.
Für die Austria geht es am Sonntag nach Graz. Dort wartet der SK Sturm auf einen Gegner, der sich mit jedem Sieg mehr in die Geschichtsbücher schreibt. Die Meisterschale ist noch nicht verliehen, aber der Duft von Bronze klingt bereits durch die Kabine. „Wir wollen die Saison souverän zu Ende bringen“, sagte Schiechtl nach Abpfiff. Die Liga traut ihnen jeden Tag mehr ab.
