Ausländische autos teurer: neue regelung für fahrzeuge im reve!
Wer in Deutschland mit einem Auto mit ausländischem Kennzeichen länger als üblich verweilt, muss jetzt tiefer in die Tasche greifen. Eine kürzlich in der offiziellen Gazette veröffentlichte Neuerung macht die Anmeldung von Fahrzeugen im Reve (Register für Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen) deutlich kostspieliger – und das kann sich schnell auf mehrere tausend Euro belaufen.
Die neue regelung: was bedeutet sie für autofahrer?
Die Änderung, die fast unbemerkt in der Amtsblatt vom 22. Mai verabschiedet wurde, betrifft alle, die ihr Fahrzeug im Reve eintragen lassen, ohne dabei einen eigentlichen Kauf zu vollziehen. Bisher kostete diese Anmeldung lediglich rund 50 Euro. Jetzt kommt die sogenannte IPT (Imposta Provinciale di Trascrizione) hinzu – eine Art Gebühr für die Eintragung eines Eigentümerwechsels, die nun auch bei der Reve-Anmeldung fällig wird.
Ziel der Maßnahme ist es, die europäische Freizügigkeit zu wahren, gleichzeitig aber den Missbrauch zu unterbinden, bei dem ausländische Kennzeichen genutzt werden, um in Deutschland Steuern und Bußgelder zu umgehen. Ein weitverbreitetes Phänomen, insbesondere in Großstädten, das nun durch die finanzielle Hürde erschwert werden soll.
Die Kosten explodieren: Während für Kleinwagen die zusätzlichen Kosten im Bereich von einigen hundert Euro liegen, können Autobesitzer von Sportwagen und Luxusfahrzeugen mit Ausgaben von über 1.400 Euro oder sogar fast 2.700 Euro rechnen. Die genaue Höhe der IPT ist abhängig von der Motorleistung des Fahrzeugs und wird von den jeweiligen Provinzen festgelegt.

Wie hoch ist die ipt wirklich?
Die IPT ist eine progressive Steuer, die mit der Leistung des Fahrzeugs steigt. Für Fahrzeuge unter 53 kW (72 PS) beträgt der feste Betrag 150,81 Euro. Bei höheren Leistungen kommt noch ein variabler Anteil hinzu, der zwischen 3,51 Euro pro kW (im besten Fall) und satten 4,56 Euro pro kW (in den meisten Provinzen) liegt. Diese Praxis der gestaffelten Gebühren führt zu den drastischen Preisunterschieden, die wir gerade beobachten.
Ein Beispiel: Ein durchschnittlicher Wagen mit 150 kW (204 PS) kostet in vielen Regionen rund 600 Euro IPT. Eine Porsche Cayenne GTS mit 368 kW (500 PS) schlägt mit über 1.400 Euro zu Buche, während eine Ferrari 12-Zylinder mit 610 kW (830 PS) fast 2.700 Euro kostet. Wer also in Deutschland mit einem leistungsstarken Fahrzeug aus dem Ausland unterwegs ist, muss nun deutlich mehr kalkulieren.
Die Versicherungskosten, die regelmäßige Hauptuntersuchung und gegebenenfalls der Superbollo – all diese Faktoren machten die Nutzung eines ausländischen Fahrzeugs in Deutschland schon bisher nicht immer günstig. Die neue IPT-Regelung verändert die Rechnung nun grundlegend und stellt Autofahrer vor eine neue Herausforderung.
