Augusto lima fliegt raus: san pablo burgos trennt sich nach fünf spielen

Der Traum vom zweiten Frühling war nur ein kurzer. San Pablo Burgos und Augusto Lima lösen ihren Vertrag mit sofortiger Wirkung auf – nach exakt fünf Pflichtspielen und 18 Minuten Einsatzzeit, in denen der brasilianische Center gerade einmal drei Körbe und sechs Rebounds sammelte.

Die rückkehr, die keiner werden lassen wollte

Im Januar schien die Verpflichtung des 33-Jährigen ein Coup: ein Kolosseum-Held von 2020 zurück in der Krise, um die Lücke nach Silvio de Sousas Abgang zu schließen. Die Fans sangen sein Lied, Lima posierte mit dem Pokal im Nacken – und dann kam das Spiel. Oder besser: kam nicht. Coach Zan Tabak setzte ihn nur in kleinen Häppchen ein, die Defense wirkte einen Schritt zu spät, die Pick-and-Roll-Abstimmung mit Kapitän Vitor Benite verlief holprig. Die Statistik spricht Bände: 0,6 Punkte pro Einsatz, 37 % Freiwurfquote, kein einziges Spiel mit zweistelliger Minutenzahl.

Intern brodelte es früh. Lima soll Trainingsbelastungen reduziert haben, das Staff konterte mit zusätzlichen Videoeinheiten. Der Club suchte nach einem „externen Impuls“, fand stattdessen ein Puzzle-Teil, das nicht mehr ins Bild passte. Mit Ethan Happ, Luke Fischer und dem wiedergenesenen Yannick Nzosa ist der Paint voll, die Lizenz für Dani Díez wieder frei – und die Wildcard für einen Flügelspieler verfügbar.

Ein kapitel endet, bevor es richtig begann

Ein kapitel endet, bevor es richtig begann

Für Lima bedeutet der Abbruch die nächste Station in einem Karrierewinter, der seit 2019 von Kurzverträgen lebt. Für Burgos ist es das Eingeständnis, dass Nostalgie keine Verteidigung erklärt. Die ACB-Tabelle erlaubt kein Zögern: fünf Siege in den letzten sechs Spielen – und jetzt Platz neun, eine Win-Zone, die jede Transaktion zwingend macht. Die Trennung spart Gehalt, schafft Kaderluft und signalisiert: nur wer liefern kann, bleibt an Bord.

Am Dienstag verabschiedete sich Lima mit einem Fingerschlag in die Kameras. Kein Abschied auf dem Parkett, nur ein Flur-Handschlag. Seine Legende im Coliseum bleibt unangetastet – die Zukunft des Clubs muss ohne sie auskommen.