Augsburgerin hanson fordert box-legende serrano heraus – ein karriere-sprung!
El Paso, Texas – Cheyenne Hanson, eine 28-jährige Boxerin aus Augsburg, steht vor der größten Herausforderung ihrer Karriere: Am Samstag trifft sie im US-Staat Texas auf Amanda Serrano, eine der dominantesten Boxerinnen der Welt und mehrfache Weltmeisterin in sieben verschiedenen Gewichtsklassen. Ein Kampf, der nicht nur die Welt des Frauenboxens aufmischen könnte, sondern auch Hansons bisherige Lebensgeschichte neu schreibt.

Zwei weltmeistertitel im federgewicht stehen auf dem spiel
Für Hanson geht es um mehr als nur einen Sieg; es geht um zwei Weltmeistertitel im Federgewicht (bis 57,1 Kilogramm) der Verbände WBO und WBA. Nach Jahren harter Arbeit, die oft mit dem Job in einem Steakhouse und dem Studium der Fitnesswissenschaften verbunden war, könnte diese Begegnung der Durchbruch sein, von dem sie geträumt hat. „Da ging viel Zeit drauf, und es war natürlich auch anstrengend“, gestand Hanson kürzlich, „ich bin dankbar, jetzt Sponsoren zu haben, die mich unterstützen.“
Die Chance auf diesen Kampf verdankt Hanson dem Box-Influencer Jake Paul, dessen Promotionfirma MVP sie unter Vertrag genommen hat. Mit über 70 Millionen Followern auf Social Media will Paul das Frauenboxen populärer machen – und Hanson ist ein idealer Kandidat für diesen Zweck. Der Kampf wird live auf ESPN übertragen, was ihrer Bekanntheit in den USA enormen Schub verleihen könnte. Schließlich hat Hanson halbamerikanische Wurzeln, ihr Vater stammt aus Alabama und ihre Ur-Oma hatte indigene Wurzeln. Ihr Vorname Cheyenne und der Spitzname „Pepper“ – abgeleitet von Cayenne-Pfeffer – unterstreichen diese Verbindung.
Die Gegnerin: Amanda Serrano, eine 37-jährige Boxerin aus Puerto Rico, ist eine beeindruckende Gegnerin. Serrano ist bekannt für ihre aggressive Kampfweise und ihre außergewöhnliche Technik. Sie hat bereits zahlreiche Titel in verschiedenen Gewichtsklassen gewonnen und gilt als eine der größten Boxerinnen aller Zeiten. Hanson weiß, dass sie gegen Serrano als klare Außenseiterin ins Rennen geht, aber sie ist fest entschlossen, alles zu geben. „Ich gehe hin, um zu gewinnen und die Gürtel mit nach Hause zu nehmen“, sagt sie selbstbewusst. „Ich gebe immer mein Bestes, egal, gegen wen ich boxe.“
Die Vorbereitung auf diesen Kampf absolvierte Hanson in London bei Top-Coach Xavier Miller. Sie trainiert seit Januar fast durchgehend und blieb nach einem Kampf im März direkt im Formaufbau, als das Angebot von MVP kam. Es ist ihre erste Erfahrung über die Distanz von zehn Runden à drei Minuten, was eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Hanson hat sich der Aufgabe gestellt und ist bereit, sich dem Kampf zu stellen. Ihre pinkfarbenen Haare, ein „Markenzeichen“, sollen ihr dabei helfen, ihre Gegnerinnen zu beeindrucken und ihre eigene Persönlichkeit zu unterstreichen.
Hanson begann ihre Kampfsportkarriere als Kind mit Kickboxen, bevor sie 2018 zur Boxerin wechselte. Jetzt hat sie die Chance, ihre Karriere zu krönen und sich einen Namen in den USA zu machen. Ob sie Serrano besiegen und die Weltmeistertitel gewinnen kann, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Cheyenne Hanson wird alles geben, um ihren Traum zu verwirklichen. Der Sieg gegen Serrano würde nicht nur ihren persönlichen Erfolg bedeuten, sondern auch das Frauenboxen in Deutschland nachhaltig fördern.
