Augsburg verspielt sieg in leipzig – spätes eigentor trifft die schwaben
Die Schwaben lachten 88 Minuten lang, doch Leipzig lacht zuletzt. Mit einem Kopfschütteln, das bis nach Fuggerstadt schallt, verpasst der FC Augsburg einen Dreher in der Tabelle, weil Arthur Chaves in der zweiten Minute der Nachspielzeit die Kugel ins eigene Netz lenkt.
Schlotterbecks verschossener elfmeter war nur der anfang
Keven Schlotterbeck stand am 22. Minutepunkt auf dem Punkt, legte das Leder aber an die Lattenunterkante. Wer dachte, das sei das Schicksal für Augsburg, sah sich getäuscht: Robin Fellhauer donnerte kurz vor der Pause die Führung über die Linie, und die 3.000 mitgereisten Fans glaubten an den vierten Sieg in Serie.
Doch die Rieker, Rieder und Kades dieser Welt vergeben danach wie am Fließband. Die Statistik lautet: vier hochkarätige Chancen zwischen 49. und 60. Minute – kein Tor. Dahmen hält hinten die Null, aber auch er kann nicht zaubern, wenn Diomandre im Fallen trifft und später eine Hereingabe nur noch abgefälscht werden muss.

Die brutale lehre: chancen haben ein verfallsdatum
Trainer Manuel Baum stemmte sich nach Abpfiff gegen die Bande, als wollte er die Zeit zurückdrehen. Seine Mannschaft spielte mutiger als in der 0:6-Pleite des Hinspiels, bot Leipzig sogar Räume, weil die Hausherren immer weiter aufdrehten. Die Taktik stimmte, die Moral auch – nur die Effizienz fehlte.
Die Tabelle lügt nicht: Mit 26 Punkten bleibt Augsburg im Soll, doch Mainz, Bochum und Union holten am Samstag mit. Der Abstand zur Abstiegszone schrumpft auf zwei Zähler. Es ist wie in der Schule: Wer die Klassenarbeit nicht abgibt, bekommt eine Fünf, egal wie schön das Geblätter war.
Am Freitag gastiert der FCA bei Heidenheim. Keine Zeit für Selbstmitleid. Baum wird die Filmszenen schnüren und die Vokabel „Abschluss“ in Großbuchstaben an die Wand nageln. Denn wer in der Bundesliga nicht trifft, tritt ab – spätestens in der Nachspielzeit.
