Aue kämpft weiter: männel will regionalliga-rückkehr!
Erzgebirge Aue steht vor einer historischen Herausforderung: Der Abstieg in die Regionalliga scheint besiegelt. Doch Keeper Martin Männel klammert sich an die Hoffnung und signalisiert, dass seine Zeit in Schwarz-Gelb noch lange nicht vorbei ist. Ein Zeichen des unbändigen Willens, das die Fans nach der jüngsten Punkteteilung gegen Stuttgart II sicherlich ermutigt.

Männel: "die zahl im pass ist zweitrangig"
Die Situation ist klar: Aue braucht ein Wunder, um den Klassenerhalt noch zu realisieren. Die mathematischen Möglichkeiten sind gering, doch der Glaube an die Mannschaft und an sich selbst scheint ungebrochen. Männels Aussage nach dem Spiel in Stuttgart, dass ihm "die Zahl im Personalausweis egal ist, solange die Leistungen stimmen", unterstreicht seinen unerschütterlichen Einsatz für den Verein.
Der 38-Jährige ist eine Legende in Aue. 594 Pflichtspiele sprechen für sich. Er hat Höhen und Tiefen miterlebt, aber nie den Rückhalt für seinen Herzensverein verloren. Auch wenn der Abstieg nun droht, will er nicht weg. "Ich wünsche mir sehr, auch nächste Saison Teil der Mannschaft zu sein," betonte er. Das ist nicht nur ein Zeichen des Respekts gegenüber dem Verein, sondern auch ein Signal an die jüngeren Spieler, dass man auch in schwierigen Zeiten zusammenhalten muss.
Die Moral stimmt, aber die Punkte fehlen. Während die Mannschaft gegen Stuttgart Moral bewies und einen 0:2-Rückstand egalisierte, reichte es am Ende nur zu einem Punkt. Ein Punkt, der zwar die Hoffnung am Leben erhält, aber letztendlich nicht mehr viel verändert. Die Herausforderung für Aue wird nun sein, sich auf die kommenden Spiele zu fokussieren und die Würde zu bewahren.
Der Fokus liegt nun auf dem Sachsenpokal-Halbfinale gegen den Chemnitzer FC. Ein Sieg könnte nicht nur den Pokal bedeuten, sondern auch zusätzliche finanzielle Mittel für den Verein freisetzen. Männel ist sich dessen bewusst: "Wir wollen diesen Sachsenpokal gewinnen, um kommende Saison im DFB-Pokal spielen zu können." Das ist ein ambitioniertes Ziel, aber mit dem richtigen Einsatz und der richtigen Einstellung ist alles möglich.
Interimstrainer Kvicha Shubitidze sieht es ähnlich: Die Mannschaft muss Moral und Charakter zeigen. Es gilt, sich nicht von der schwierigen Situation unterkriegen zu lassen, sondern mit voller Kraft an den verbleibenden Spielen zu arbeiten. Denn eines ist klar: Der Glaube an die eigene Stärke ist die wichtigste Waffe im Kampf gegen den Abstieg – und Martin Männel ist ein lebendes Beispiel dafür.
