Atubolu-poker beim sc freiburg: millionen-deal oder verpasster transfer?
Knifflige Lage am Hardtwald: Der SC Freiburg steht vor einem Sommer voller Unsicherheiten rund um seinen Torwart Noah Atubolu. Der Youngster drängt auf den nächsten Karriereschritt, während die Verantwortlichen um eine angemessene Ablöse bangen – ein Balanceakt zwischen sportlicher Weiterentwicklung und finanzieller Vernunft.
Atubolus wechselwunsch: abu dhabi rückt näher
Der Beraterwechsel Anfang Januar 2026 war ein deutliches Signal: Noah Atubolu, der in Freiburg zu einer echten Säule im Tor avancierte, strebt nach der Saison eine Veränderung an. Seine neue Agentur, ansässig in Abu Dhabi, arbeitet offenbar intensiv an einem Sommertransfer. Die Zeichen stehen klar auf Abschied, was die Freiburger vor eine Zwangslage stellt.
Die Tatsache, dass Atubolus Vertrag 2027 ausläuft, macht die Situation zusätzlich brisant. Freiburg hat nun die letzte Chance, eine hohe Ablösesumme für das talentierte Eigengewächs zu generieren, das durch seine Leistungen in der Bundesliga und im Europapokal bereits internationales Aufsehen erregt hat. Ob Atubolu sein Glück in der Premier League, wie von ihm geäußert, oder beispielsweise in Mailand sucht, wo es bereits informelle Gespräche gegeben haben soll, bleibt abzuwarten.
Klemens Hartenbach, Sportdirektor des SC Freiburg, lobte Atubolus Leistungen: „Es ist bemerkenswert, wie fokussiert Noah ist und wie er trotz der Zukunftsfragen konstant auf hohem Niveau performt.“

Die suche nach dem nachfolger: scherpen, backhaus & co. im visier
Die Suche nach einem würdigen Nachfolger für Atubolu ist in vollem Gange. Neben dem bereits verlängerten Vertrag von Florian Müller, der als zuverlässige Nummer zwei gilt, haben die Verantwortlichen um Sportvorstand Jochen Saier das Raster deutlich erweitert. Kjell Scherpen, der bei Union Saint-Gilloise aufblüht, Mio Backhaus von Werder Bremen und Dennis Seimen, der derzeit in Paderborn auf Leihbasis Erfahrungen sammelt, stehen hoch im Kurs. Auch Nahuel Noll, der bei der U21-Europameisterschaft 2025 eine wichtige Rolle spielte, wird beobachtet.
Die unterschiedlichen Vertragssituationen und die aktuellen sportlichen Engagements dieser Torhüter gestalten die Suche jedoch komplex. Scherpen und Backhaus sind ebenfalls gefragte Spieler, während Seimen und Noll in ihren jeweiligen Vereinen noch eine wichtige Rolle spielen. Eine frühzeitige Verpflichtung eines Nachfolgers ist daher unerlässlich, um die Verhandlungsposition des SC Freiburg im Falle eines Transfers von Atubolu zu stärken.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Freiburg muss sich nicht nur um einen adäquaten Ersatz für Atubolu kümmern, sondern auch darauf achten, dass die Ablösesumme stimmt – idealerweise im Bereich von 20 Millionen Euro. Angesichts der sportlichen Ziele in Bundesliga, Pokal und Europa League darf der SC Freiburg keinen Fehler bei der Torwartbesetzung machen.
Die Halbfinalspiele in Pokal und Europa League sowie der spannende Liga-Schlussspurt werden die Verantwortlichen zusätzlich unter Druck setzen. Die Entscheidung, wie man mit der Atubolu-Situation umgeht, könnte den weiteren Verlauf der Saison maßgeblich beeinflussen.
