Atlético, sevilla und real sociedad blockieren premier-league-plan für 28-mann-kader
Der Traum der englischen Topklubs von einem 28-köpfigen Champions-League-Kader ist geplatzt. Atlético Madrid, Sevilla und Real Sociedad haben den Vorstoß der Premier League in der UEFA-Kommission mit einem klaren Nein quittiert – und damit die Machtverhältnisse in Europas Klubfußball neu justiert.

Der hintergrund: mehr spiele, mehr geld, mehr spieler?
Die Premier-League-Vertreter hatten argumentiert, das neue Champions-League-Format mit seiner 36 Teams und der Swiss Round verschärfe die Belastung ihrer Stars. Ihre Lösung: vier zusätzliche Profis auf der Einkaufsliste, um Rotationsmöglichkeiten zu erhöhen und Verletzungen zu verringern. Klingt logisch – ist aber zu einfach gedacht.
Die spanischen Gegenstimmen ließen nicht lange auf sich warten. Ihr Vorwurf: Die Klubs aus der Insel nutzen ihre TV-Millionen, um bereits jetzt Tiefe zu stapeln. Wer Manchester Citys Bank sieht, weiß: Dort sitzen Nationalspieler für 50 Millionen Euro. Erweitert man das Korsett auf 28, würde die Kluft zwischen Superreichen und traditionellen Top-Vereinen nur noch größer.
Die UEFA folgte dem spanischen Veto – die 25-Mann-Regel bleibt. Die Entscheidung landet nicht einmal beim Exekutivkomitee. Erst 2027 könnte die Debatte neu aufrollen, doch bis dahin gilt: Wer spielt, muss sich auf 25 feste Namen festlegen.
Ein Nebenschauplatz liefert den Engländern trotzdem Rückenwind. In der Gruppenphase dürfen Teams aus demselben Land einander nicht treffen. Für die Premier-League-Sechs bedeutet das: ein Vierteljahr lang geballte Power gegen europäische Außenseiter. Fakt: Alle englischen Clubs standen in den Achtelfinals – eine Statistik, die den Spaniern die Leviten liest.
Die Botschaft ist klar: Geld regiert die Welt, aber nicht die UEFA-Kommission. Wer die Champions League gewinnen will, muss nicht nur kaufen, sondern auch planen. Und das mit 25 Kaderplätzen – wie vor 20 Jahren, nur mit mehr Spielen und noch mehr Druck.
