Atlético setzt auf plan b: grimaldo und lee für 55 mio – griezmann-lücke im visier
Atlético Madrid schlägt einen neuen Kurs ein. Innerhalb von 48 Stunden könnten Alejandro Grimaldo und Kang-in Lee als Doppelschlag über die Bühne gehen – für gemeinsam 55 Millionen Euro, getaktet in 20 plus 35. Das Duo soll die erste Antwort sein auf die Frage, wie der Klub nach Antoine Griezmann wieder Torgefahr erzeugt.
Warum jetzt und nicht cucurella plus bernardo
Der Plan war ein anderer. Cucurella oder Bernardo Silva sollten die Leitplanken des neuen Projekts bilden, doch Real Madrid schaltete sich ein und zerstörte die Kalkulation. 55 Millionen zahlte der Rivale nur für den Linksverteidiger – dieselbe Summe, die Atlético nun in zwei Spieler steckt. Der Vorteil: man deckt zwei Baustellen auf einen Streich ab.
Grimaldo liefert endlich eine Lösung für die chronisch offene linke Seite. Die Statistik ist brutal: seit Filipe Luís’ Abgang 2019 brachte kein Linksverteidiger mehr als drei Vorlagen pro Saison. Der Spanier, 28 Jahre alt und mit 28 Torbeteiligungen in der laufenden Bundesliga, versteht sich als zusätzlicher Flügelspieler. Sein Marktwert explodierte, Bayer Leverkusen aber signalisierte Gesprächsbereitschaft – nicht zuletzt, weil CEO Fernando Carro und Atlético-Sportdirektor Mateu Alemany seit Jahren denselben Golfclub frequentieren.

Lee als griezmann-ersatz – eine wette auf tempo
Kang-in Lee wiederum trägt die schwerere Last. 35 Millionen Euro plus Boni für einen 22-Jährigen, der in Paris meist nur Jokerrolle spielte? Klingt riskant. Doch die Videos sprechen eine klare Sprache: Lee schaltet in Ballbesitz sofort in Sprintmodus, er findet Lücken zwischen den Linien, die Atlético seit Griezmanns Abgang vergeblich sucht. PSG-Präsident Nasser Al-Khelaïfi ist bereit, das Gespräch zu führen – wenn der Klub einen Teil der Ablöse in Form leistungsabhängiger Boni erhält.
Beide Spieler sind derzeit bei ihren Nationalteams. Grimaldo sitzt hinter Cucurella auf der Ersatzbank, Lee trug die Hoffnung Südkoreas, bis die Elf gegen Mexiko ausschied. Die WM dient ihnen als Bewerbungsgespräch auf höchster Bühne.

Alemany tüftelt weiter – mittelfeld und abgänge im fokus
Mateu Alemany ruht sich nicht aus. Parallel läuft die Suche nach einem Sechser, der Koke entlasten kann. Zwei bis drei Abgänge stehen ebenfalls auf dem Zettel: Saúl und Lemar gelten als veräußerbar, ihre Verkäufe könnten die 55-Millionen-Rechnung noch vor Vertragsunterzeichnung tilgen.
Die Uhr tickt. Der 1. Juli markiert offiziell den Saisonstart, doch intern ist man sich einig: wer bis dahin nicht unterschrieben hat, spielt im Sommertrainingslager nicht mit. Grimaldo und Lee haben das Zeug, diese Deadline zu retten. Und wenn sie es tun, wird Atlético plötzlich nicht mehr vom Gegner, sondern vom eigenen Tempo bestimmt.
