Astori-fall: falsches gutachten enthüllt erschütternde machenschaften!

Ein dunkles Kapitel im italienischen Fußball wird nun endgültig aufgeklärt: Im Fall um den Tod von Davide Astori, dem ehemaligen Kapitän der Fiorentina, sind die Motive für das Urteil gegen den ehemaligen Sportmedizindirektor Giorgio Galanti bekannt gegeben worden. Ein fingiertes Gutachten, das die Fitness des Spielers bestätigen sollte, wirft ein Schlaglicht auf einen erschütternden Vertrauensbruch und mögliche Beihilfe zur Vertuschung.

Ein gutachten mit falschem datum – die beweislage

Ein gutachten mit falschem datum – die beweislage

Die Verurteilung von Galanti in erster Instanz datiert vom 13. Juni 2025, doch die nun veröffentlichten Begründungen enthüllen das Ausmaß der Manipulation. Galanti wird vorgeworfen, im Jahr 2019 ein Dokument erstellt zu haben, das die Belastungsdaten (Strain-Daten) von Astori positiv bewertete. Dieses Dokument wurde fälschlicherweise auf Juli 2017 rückdatiert, also auf den Zeitpunkt der medizinischen Untersuchung von Astori. Ein klarer Versuch, die eigenen Handlungen zu rechtfertigen und sich von Verantwortung zu befreien.

Die Verurteilung: Galanti erhielt eine Haftstrafe von einem Jahr, und das Gericht in Florenz stellt fest, dass er trotz laufender Ermittlungen nicht zögerte, ein gefälschtes Dokument zu erstellen. Dabei bezog er zwei leitende Mitarbeiter der Sportmedizinabteilung des Krankenhauses Careggi mit in die kriminelle Handlung ein. Auch die beiden Mediziner Loira Toncelli und Pietro Amedeo Modesti wurden zu acht Monaten Haft verurteilt.

Die Motivationen des Gerichts sind deutlich: Galanti soll die Ärztin Toncelli angewiesen haben, das Gutachten über Astoris Strain-Daten „materialmäßig zu erstellen“. Die Verteidigung der Angeklagten argumentiert, dass die Interpretation des Dokuments und das Datum auf ihm völlig anders zu verstehen seien, was zu einem Einspruch beim Berufungsgericht geführt hat. Ein Termin für die nächste Anhörung steht noch aus.

Neben der Verurteilung wegen Falschverdächtigen ist Galanti bereits im März dieses Jahres wegen Totschlags schuldig befunden worden. Das Urteil des Kassationsgerichts besagt, dass Galanti Astori ein „Sporttauglichkeitszertifikat ohne die Durchführung aller notwendigen klinischen Untersuchungen“ ausstellte, trotz zahlreicher kritischer Befunde. Ein Versäumnis, das tragische Folgen hatte.

Die Geschichte von Davide Astori ist eine Mahnung. Sie zeigt, wie fragil das Vertrauen in die medizinische Expertise sein kann und wie wichtig eine lückenlose und ehrliche Aufklärung ist – nicht nur für die Familie Astori, sondern für den gesamten italienischen Fußball. Die Zahl einer Million Euro: Das Krankenhaus Careggi muss zudem eine Million Euro an die Familie Astori zahlen – eine späte, aber notwendige Geste der Wiedergutmachung.