Aston-martin-piloten drohen bahrain-aus: vibrations-alarm vor gp-auftakt
Fernando Alonso darf maximal 25 Runden, Lance Stroll nur 15, bevor ihre Handnerven durch die Vibrationen des Honda-Triebwerks Schaden nehmen. Adrian Newey spricht offen von einem „Desaster“ – und das an einem Wochenende, das Aston Martin eigentlich als Neustart mit Motoren-Genie Newey feiern wollte.
Die vibration zerreißt das kalkül
Die Zahlen sind gnadenlos. Drei Tage vor dem Start in die neue Saison steht der AMR26 still, weil sich die Vibrationen des Hybrid-Blocks bis in die Fingerspitzen der Piloten fortpflanzen. Newey: „Spiegel fallen ab, das ist lästig. Das große Problem ist aber, dass die Vibrationen direkt in die Nerven der Hände gehen.“ Die Folge: Taubheitsgefühle, die nach wenigen Runden einsetzen und bei längerer Belastung dauerhafte Nervenschäden auslösen könnten.
Die Reaktion folgt auf dem Fuß. Statt Angriff auf die Spitze wird das Rennen in Bahrain zur Schonfahrt. Alonso, seit 25 Jahren in der Königsklasse, versucht, Tapferkeit zu zeigen: „Wenn wir um den Sieg kämpfen würden, könnten wir drei Stunden aushalten.“ Doch er weiß: Derzeit kämpft Aston Martin nur ums Überleben. Honda-Ingenieure arbeiten in Schichten an einer Gegenmaßnahme, doch eine kurzfristige Lösung gilt als ausgeschlossen.

Die chronik eines angekündigten debakels
Bereits in den Barcelona-Tests war das Problem aufgeflammt, wurde aber intern als „akzeptables Risiko“ heruntergespielt. Jetzt offenbart sich, dass die Vibrationsdämpfer im Kurbelgehäuse nicht für die aggressivere 2026er-Motor-Charakteristik dimensioniert wurden. Ein Update ist frühestens für Imola eingeplant – das bedeutet: zwei Rennen mit reduzierter Dauerleistung.
Die sportlichen Konsequenzen sind verheerend. In der WM-Wertung droht Aston Martin, schon nach den ersten Grands Prix auf Null-Punkte sitzen zu bleiben. Sponsoren, die mit dem Newey-Hype Milliarden in die Marketing-Kampagne steckten, fordern laut interner Berichte ein Krisen-Treffen. Die Aktie des Lifestyle-Ablegers sackte vorbörslich um 6,2 %.

Alonso zieht den stecker – und warnt die konkurrenz
Trotz allem sendet der Spanier ein Signal. Er habe „zu 100 Prozent den Glauben, dass Honda die Probleme löst“. Die Worte klingen nach Routine, doch hinter den Kulissen ist Alonso laut Teamkreisen der Treibende, der Druck auf Honda aufbaut. Sein Vertrag läuft 2026 aus, eine Verlängerung hängt laut Beratern von der raschen Lösung ab.
Die Stoppuhr tickt. In 72 Stunden rollt das Feld zum ersten Training in Bahrain. Für Aston Martin wird jede Runde zu einem Beweisstück: Entweder sie zählen zur Lösung – oder zur Beweislast, dass Neweys erster Coup mit dem Silbernen Pfeil schon vor dem Start kollabiert ist.
