Aston martin: motor-update für kanada – und ein großes problem bleibt!
Montreal steht vor der Tür, und Aston Martin deutet vorsichtige Verbesserungen am Honda-Motor an. Doch während die Ingenieure an der Zuverlässigkeit feilen, scheint ein anderes Problem drängender zu sein: die unpräzise Getriebetechnik.
Vibrationsprobleme im rückblick – leistungssteigerung im fokus
Nach den Turbulenzen in Miami, wo Fernando Alonso bereits vor und nach dem Rennen auf ungewöhnliche Vibrationen hinwies, scheint Aston Martin nun einen neuen Weg einzuschlagen. Es geht nicht um eine grundlegende Überarbeitung des Verbrennungsmotors (ICE), sondern um eine Optimierung der Energiemanagementstrategie. Die japanischen Ingenieure wollen die Leistungsentfaltung verbessern, ohne die Basisstruktur des Motors zu verändern – ein langfristiges Projekt, dessen Auswirkungen auf die Rundenzeiten sich erst zeigen werden.
Doch die Hoffnung auf einen spürbaren Schub durch den Motor wird von einem anderen Problem überschattet. Denn Alonso machte deutlich, dass die Probleme während des Rennwochenendes primär von der Getriebetechnik ausgingen. „Es war mehr die Getriebekiste als der Motor…“, so der Spanier gegenüber internationalen Medien. „Vielleicht ist es die Elektronik oder etwas anderes, aber es war sehr seltsam bei den Hochschaltungen und Herunterschaltungen. Das muss zuerst behoben werden.“

Die getriebekiste – ein konstruktionsproblem?
Die Schwierigkeiten mit der Getriebekiste sind kein neues Thema. Bereits während der Tests in Bahrain im Februar monierten sowohl Lance Stroll als auch verschiedene Medien die unpräzise und ruckartige Schaltperformance. Das Design der neuen Getriebekiste, die gleichzeitig als Teil des Chassis und zur Anbindung der Hinterradaufhängung dient, ist extrem eng gehalten. Eine schnelle Anpassung ist daher kaum möglich. Experten schätzen, dass eine grundlegende Überarbeitung der Getriebekiste mindestens sechs Monate dauern könnte.
Es wird spekuliert, dass das Team unter der Leitung von Adrian Newey bereits im Februar eine teilweise Neukonstruktion in Auftrag gegeben hat. Sollte dies zutreffen, wäre die neue Getriebekiste erst gegen Ende August einsatzbereit – möglicherweise parallel zu den umfangreichen aerodynamischen Verbesserungen, die für Zandvoort oder Spa geplant sind, und zur Einführung der Version B des Honda-Motors, unterstützt durch das ADAS-System.
Mike Krack, Aston Martins Operations Director, kündigte in Miami zumindest „einige Verbesserungen für Montreal“ an, wo das Team eine bessere Leistung anstrebt. Gerüchte sprechen von einer Modifikation der Lenksäule. Ergänzt werden diese Änderungen durch die Verwendung von Low-Downforce-Flügeln, die für diese Strecke typisch sind. Die Frage ist, ob diese kleineren Anpassungen ausreichen, um Aston Martin im Kampf um die vorderen Plätze wirklich voranzubringen.
