Aston martin: motorprobleme und alonso-aus – rettung naht?

Barcelona – Der Grand Prix von Katalonien endete für Fernando Alonso abrupt in Kurve 9, ein weiteres Puzzleteil in einer zunehmend frustrierenden Saison für Aston Martin. Nach Monaco schien ein Lichtblick aufzugehen, doch der Absturz in Spanien wirft tiefe Fragen auf und lässt die angespannte Stimmung im Team weiter anhalten. Die Erwartungen waren hoch, die Realität sieht anders aus.

Die last auf den schultern des teams

Die last auf den schultern des teams

„Das trifft uns alle: das Team, die Box und die Fahrer“, kommentierte Teamchef Mike Krack die Situation offen. Die Probleme sind tiefgreifender als nur ein einzelnes Rennen. Aston Martin hatte gehofft, mit Alonso in Monaco einen wichtigen Schritt nach vorne machen zu können, doch der verpatzte Saisonstart nagt weiter an den Nerven. Verbesserungen sind zwar für den Sommer geplant, insbesondere im Bereich der Antriebseinheit, aber ein sofortiger Durchbruch ist unwahrscheinlich. Es gilt viel Arbeit zu leisten – und zwar schnell.

Die Ursachen für die Misere sind vielfältig. Neben der unbeständigen Leistung der Antriebseinheit, die zwar in puncto Zuverlässigkeit verbessert wurde, aber immer wieder ausfällt, wie das erneute Aussetzen Alonsos in Barcelona verdeutlichte, scheinen auch andere Bereiche des Projekts Schwächen zu zeigen. Die Verantwortlichen wiederholen unisono: „Wir müssen alles in Ordnung bringen und zwar sofort.“

Honda drückt auf das Tempo Doch der Fokus liegt unweigerlich auf der Antriebseinheit. Honda blickt erwartungsvoll auf die Einführung des ADUO (Advanced Dual Unit Oil) und plant, sowohl die Leistung als auch die Reibung zu optimieren. Koji Watanabe, Präsident von HRC und HRC UK, besuchte kürzlich das britische Team, um sich ein Bild von den Fortschritten zu machen und direkt mit den Ingenieuren zu sprechen – ein Zeichen der Entschlossenheit und des Engagements. „Die Ergebnisse auf der Strecke haben unsere Erwartungen bisher nicht erfüllt“, räumte Honda in einer offiziellen Erklärung ein. Diese Worte sind ein deutlicher Spiegel der Frustration, die auch in der japanischen Zentrale herrscht.

Ein Vergleich zur Anfangsphase der Hybridära wird gezogen, als Honda mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatte, bevor sie schließlich mit Max Verstappen eine Ära der Titelgewinne einläuteten. Die aktuelle Situation ist jedoch eine andere – ein späten Start mit den neuen Motoren (Ende 2023) und ein Team, das lange Zeit außerhalb der Spitze agierte, erschweren die Aufgabe zusätzlich. Die unzähligen Stunden, die Ingenieure und Techniker in Sakura (Japan) und Milton Keynes (Großbritannien) investieren, bleiben jedoch nicht unbemerkt. „In der Formel 1 geht es nicht nur um Entdeckungen, sondern auch um die immense Arbeit, die hinter den Kulissen geleistet wird“, betont Honda.

Neun Ausfälle in sieben Rennen – die Bilanz ist erschreckend, sowohl für Aston Martin als auch für Honda. Doch während die Enttäuschung groß ist, bleibt die Hoffnung auf Besserung bestehen. Der Weg ist noch lang, aber die Entschlossenheit, die Herausforderung anzunehmen, ist spürbar. Es bleibt abzuwarten, ob Aston Martin und Honda ihre Versprechen einlösen können.