Aston martin: krack sieht licht am ende des tunnels

Nach einem schwierigen Wochenende in Österreich gibt Mike Krack, Teamchef von Aston Martin, vorsichtig Optimismus. Die Verbesserungen am AMR26 kommen zwar etwas spät, doch das Team scheint nun den Kern der Herausforderungen erkannt zu haben und arbeitet an Lösungen. Ein Wendepunkt könnte bereits in wenigen Wochen bevorstehen.

Die energieversorgung und das getriebe im fokus

Die letzten Rennen waren für Aston Martin alles andere als einfach. Zweimal wurde Fernando Alonso unter Wert klassifiziert, und das Auto hatte Schwierigkeiten, mit der Spitze mitzuhalten. Doch Krack betonte, dass die Arbeit hart sei und das Team nun in der Lage ist, die Leistungsfähigkeit des Autos besser zu verstehen. „Wir sind schätzungsweise 80 oder 90 Prozent dort, wo wir sein wollen“, so Krack nach dem Grand Prix. Die Verbesserungen in der Energieverwaltung, im Getriebe und in der Fahrbarkeit scheinen nun Früchte zu tragen.

Es ist ein Prozess, der Zeit braucht. Acht Rennen mussten verstreichen, bis das Team das Maximum aus dem aktuellen Chassis herausholen konnte. „Es wäre einfach gewesen, nach jedem Rennen aufzugeben, aber wir sind ein Rennteam“, erklärte Krack und zeigte damit die Entschlossenheit, die im Team herrscht. Die nächsten zwei Rennen in Großbritannien und Belgien werden zeigen, ob die Erkenntnisse aus Österreich unmittelbar umgesetzt werden können. Eine substanzielle Verbesserung wird jedoch für den Grand Prix in Ungarn erwartet.

Pilotengefeedback stimmt

Pilotengefeedback stimmt

Ein weiterer Pluspunkt für Aston Martin ist die nahezu identische Rückmeldung von beiden Fahrern. Fernando Alonso und Lance Stroll geben sehr ähnliche Anweisungen bezüglich der Verbesserung des Fahrzeugs. „Das ist wirklich gut, weil es uns hilft, unsere Prioritäten zu setzen“, bemerkte Krack. Die Möglichkeit, Alonso und Stroll im Rennen gegeneinander antreten zu lassen, habe zudem wertvolle Daten geliefert, insbesondere in Bezug auf das Verhalten des Fahrzeugs im Verkehr und bei unterschiedlichen Energieeinstellungen. Das Team profitiert von der Tatsache, dass beide Piloten „an einem Strang ziehen“.

Alonso äußerte sich kürzlich überrascht über die kontinuierliche Entwicklung konkurrierender Teams. Er scherzte, dass diese wohl eine „Geldmaschine“ besitzen müssten, um derartige Fortschritte zu erzielen. Krack konterte, dass er sich auf das eigene Team konzentriere und die Strategien der Konkurrenz nicht übermäßig beachte. Er betonte, dass die Entwicklung des Autos weitergehen werde, insbesondere im Hinblick auf die neuen technischen Vorschriften, die 2027 in Kraft treten.

Die Situation ist nicht einfach, aber Krack und sein Team bleiben positiv. Die tägliche Zusammenarbeit mit Pedro de la Rosa, insbesondere in schwierigen Zeiten, zeugt von einem starken Zusammenhalt. Nach dem Rennen in Österreich wurde Krack zwar nach Enttäuschung gefragt, doch er betonte die Wichtigkeit, aus den Erfahrungen zu lernen und die Strategie anzupassen. Das Team hat sich jetzt auf einen Kurs eingeschossen, und der Blick nach vorne ist gefüllt mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.