Aston martin: das warten hat ein ende – wann kommt der große update?
Silverstone bebt! Bei Aston Martin steigt die Spannung, denn der lang erwartete Chassis-Umbau für den AMR26 rückt näher. Nach einem holprigen Saisonstart und deutlicher Abstimmungsverbesserungspotenzial blicken die Fans und Experten gespannt auf das, was die Werkstatt aus Leamington für die kommenden Rennen bereithält. Doch wann genau wird der neue Bolide seine Feuertaufe erleben?
Die suche nach dem optimalen zeitpunkt
Die Gerüchte sprachen von Spa-Francorchamps, dann von Budapest, und zuletzt von Zandvoort. Teamchef Mike Krack hält sich jedoch bedeckt: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das Fahrzeug so schnell wie möglich auf das nächste Level zu heben. Aber wir lassen uns nicht hetzen. Es muss alles perfekt sein.“ Eine feste Zusage gibt es deshalb nicht. Die Ingenieure unter der Leitung von Adrian Newey arbeiten fieberhaft daran, die Simulationen zu verfeinern und die Abstimmung zu optimieren, bevor das Update auf die Strecke kommt.
Wie groß wird die Veränderung sein? Krack wich der Frage aus: „Das werden wir erst sehen, wenn der Wagen fertig ist.“ Die Komplexität der Aufgabe ist enorm. Es geht nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch um Fahrbarkeit und Zuverlässigkeit. „Jede Änderung wird sorgfältig analysiert und auf ihre Auswirkungen auf jedes einzelne Rennen geprüft“, erklärt Krack. Die Balance zwischen Entwicklung und sofortiger Leistung ist delikat.

Optimismus trotz herausforderungen
Trotz der noch offenen Fragen blickt Krack optimistisch in die Zukunft. „Wir wollen Punkte holen, das ist unser Ziel. Die Konkurrenz in der mittleren Tabellenregion ist hart, aber wir sind auf dem richtigen Weg, um uns dort zu etablieren – und dann voranzukommen.“ Er scheint überzeugt, dass das neue Update die Leistungsfähigkeit des Aston Martin deutlich steigern wird. Mónaco war kein Ausrutscher, sondern ein Zeichen des Potenzials.
Interessant ist auch der Umgang mit der Strategie von Newey, die Entwicklung aufzubrechen und erst im Sommer einen großen Sprung zu machen. Krack räumt ein, dass es im Team unterschiedliche Meinungen gab, aber betont: „Wenn eine Entscheidung getroffen ist, muss jeder zu 100 Prozent dahinterstehen.“ Die jüngsten Lobeshymnen der Fachpresse zeigen, dass die Strategie grundsätzlich gut aufgenommen wurde, aber Krack mahnt zur Besonnenheit: „Wir müssen unseren Weg weitergehen und uns nicht von Emotionen leiten lassen.“

Motor und chassis – eine unabhängige entwicklung
Ein wichtiger Punkt: Der Chassis-Umbau steht in keiner direkten Abhängigkeit von den Entwicklungen bei Honda. „Es gibt keine Abhängigkeit“, so Krack. Es ist durchaus möglich, dass das Chassis bereits während der Sommerpause eingeführt wird, während der neue Motor erst später folgt. Honda selbst hält sich ebenfalls vage: „Eine Verbesserung ist geplant, aber wir wissen noch nicht genau, wann sie erfolgen wird. Unser Fokus liegt auf dem Motor für 2027.“
Die neuesten Informationen deuten darauf hin, dass das Update in Zandvoort (Ende August) vorgestellt werden könnte. Es wird zwar kein Wunder wirken, aber die größten Schwächen des aktuellen Fahrzeugs – sowohl hinsichtlich Zuverlässigkeit als auch Leistung – sollen behoben werden. Ein Schritt in die richtige Richtung, der Aston Martin wieder ins Rennen um die vorderen Positionen bringen könnte.
