Aspar bautisiert ein globales motorrad-imperium

Jorge Martínez Aspar hat mit seinem Projekt mehr geschaffen als nur eine Rennschule – er hat ein Universum erschaffen, das die Grenzen des regionalen Motorsports längst gesprengt hat. Vom bescheidenen Ursprung in Guadassuar, Valencia, ist Aspar zu einer globalen Kraft im Motorradsport aufgestiegen, die sowohl junge Talente fördert als auch etablierte Rennserien herausfordert.

Ein zentrum für talent und technologie

Das Herzstück dieser Entwicklung ist der Aspar Circuit, ein Ort, an dem eine Talentschmiede in Zusammenarbeit mit KSB unermüdlich neue Fahrer und Mechaniker ausbildet. Die Früchte dieser Arbeit werden in den internationalen Rennserien geerntet, vom Aufstieg chinesischer Talente in Partnerschaft mit CFMoto bis hin zu ambitionierten Plänen für weitere Expansionen rund um den Globus. Der Circuit ist mehr als nur eine Rennstrecke; er beherbergt ein Museum, das Aspars vier Weltmeistertitel als Fahrer und die 16 Erfolge als Team im MotoGP-Weltmeisterschaft dokumentiert. Dazu kommen Schulungszentren für Mechaniker und Ingenieure, die ihre praktischen Erfahrungen im spanischen Meisterrennen sammeln, wo Aspar Teams in allen Leistungsklassen unterhält.

Über 200 Piloten aus bis zu 30 Nationen trainieren hier, und die hauseigene MIR Racing Aspar Cup zieht Kinder aus bis zu 32 Ländern an, darunter Taiwan, Marokko und Bolivien. Es ist ein wahres Schmelztiegel des internationalen Motorsports.

Aufstieg in die königsklasse

Aufstieg in die königsklasse

Das Endziel ist klar: der Aufstieg in die MotoGP-Klasse. In der Moto3-Klasse führt aktuell der junge Max Quiles aus Murcia die Tabelle an und gilt als eine der größten Hoffnungen des Motorradsports. Auch Marco Morelli aus Argentinien gehört zu den ambitionierten Fahrern im Team. In der Moto2-Klasse setzen David Alonso (Hispano-Kolumbianer), der 2024 bereits den Titel in der kleineren Klasse gewann, und der junge Dani Holgado aus Alicante auf eine erfolgreiche Zukunft und träumen von einem Aufstieg in die MotoGP-Klasse im Jahr 2027.

“Es ist alles anders,” so Aspar in einem Interview mit MARCA. “Es gibt Phasen im Leben: die des Piloten, die des Weltmeisters und die des Unternehmers. Ich fühle mich unheimlich glücklich, ein Vermächtnis hinterlassen zu können, eine Schule, einen Circuit, ein Team, aus dem man immer wieder junge Talente hervorbringt – sowohl auf mechanischer als auch auf piloterischer Seite. Das erfüllt mich mit Stolz.”

Nico Terol, Aspars Teamchef, stimmt zu: “Ich genieße es sogar noch mehr als als damals, als ich selbst Pilot war.” Die jungen Fahrer teilen diese Begeisterung. “Wir versuchen, uns zu konzentrieren und nicht zu viel an die Weltmeisterschaft zu denken,” erklärt Max Quiles. “Der Titel ist der Titel, ich mag es, es anders zu machen, eine Show zu geben.” Dani Holgado ergänzt: “Wir haben einen sehr starken Start hingelegt, die Weltmeisterschaft ist noch lang, ich bin im besten Team.”

Aspar hat nicht nur ein Team aufgebaut, sondern ein Ökosystem geschaffen, in dem Talent entdeckt, gefördert und in die Welt des Motorsports entlassen wird. Das Universum gehört Aspar – und die Welt wird gespannt beobachten, welche neuen Sterne in seinem Reich aufsteigen werden.