Arsenal-coach nach final-niederlage: „müssen emotionen kontrollieren“
Paris – Die Enttäuschung ist greifbar: Nach dem verlorenen Finale gegen Paris Saint-Germain hat Arsenal-Trainer Mikel Arteta seine Gedanken mit Movistar geteilt. Seine Worte offenbarten nicht nur Schmerz über die Niederlage, sondern auch eine schonungslose Analyse des Spiels und eine ergreifende Dankbarkeit gegenüber seinem Team.
Der schmerz der verlorenen chance
Arteta ließ wenig Zweifel daran, dass die Niederlage schmerzt. „Man muss die Emotionen kontrollieren, den Schmerz fühlen – das ist der Sport“, erklärte er sichtlich bewegt. Doch der Coach blickte auch nach vorne: „Das nimmt nichts an dem Stolz, den ich auf meine Spieler habe, und an dem, was wir dieses Jahr erlebt haben. Das werden wir anders verleben, aber es war ein außergewöhnliches Jahr.“ Die Enttäuschung über das vergebene Finale ist enorm, doch Arteta betonte, dass die Leistung der Saison nicht vergessen werden darf.

Taktische analyse: der schlüssel zum problem
Bei der Analyse des Spiels zeigte Arteta deutliche Schwächen auf. „Ja, wir wollten früh treffen, aber die Minuten, in denen wir mit tiefstehenden Blöcken gespielt haben, waren zu zahlreich“, so der Arsenal-Trainer. Er lobte die Leistung von Luis Enrique, dem PSG-Trainer, und betonte, dass dieser eine „tremende Leistung“ vollbracht habe. „Man braucht auch ein bisschen Glück, und das hatte uns heute nicht auf unserer Seite.“

Elfmeter-drama und fehlende kräfte
Das Elfmeter-Drama ließ die Gunners zusätzlich alt aussehen. Arteta bemängelte die Auswahl der Schützen: „Wir haben die Spieler schießen lassen, die es konnten. Es fehlten uns Spieler wie Havertz, Saka und Odegaard… Die, die schießen, sind eben nicht die gleichen wie die, die das Spiel initiieren. Da braucht man einfach mehr Präzision.“ Die Abwesenheit wichtiger Spieler im Elfmeterschießen wirkte sich deutlich auf das Ergebnis aus.
Zukunftsmusik: arteta braucht eine pause
Die Frage aller Fragen: Bleibt Arteta an der Seitenlinie des Arsenal FC? Der Coach wich der direkten Antwort aus und deutete eine dringend benötigte Verschnaufpause an. „Ich brauche jetzt eine Pause. Es war ein sehr, sehr langes Jahr. Ich bin allen unendlich dankbar – dem gesamten Staff, dem Team, den Fans… Jetzt muss ich erst einmal Energie tanken.“ Ob diese Worte ein Abschied in kleiner Form sind, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung über seine Zukunft wird Arteta sich in Ruhe überlegen, nachdem er die emotionale Erschöpfung überwunden hat.
