Arsenal-albtraum: simeones blutige schlacht von 2001!

Diego Simeone, heute gefürchteter Coach, erlebte im Emirates Stadium kein unbeschreibliches Arsenal. Vielmehr schmerzt die Erinnerung an die Champions-League-Partie von 2000/01 in Highbury noch immer – eine Begegnung, die mit einer blutenden Wunde und gebrochenem Stolz endete.

Die narben einer verlorenen schlacht

Die narben einer verlorenen schlacht

Es war nicht nur die Starbesetzung des Arsenal-Teams – Henry, Bergkamp, Kanu, Pires, Vieira – die unter Wenger eine prächtige Premier-League-Saison spielten. Vielmehr war es die brutale Realität des Kampfes, die Simeone bis heute verfolgt. Die Partie endete mit einer zerrissenen Zeche und der Erkenntnis, dass seine Aggression ungestraft blieb.

Ljungbergs Doppelpack, vorbereitet durch geniale Bergkamp-Pässe, zeigte die spielerische Klasse des Arsenal-Teams. Doch das Spiel offenbarte auch die dunklere Seite der „Gunners“, verkörpert durch Patrick Grimandi. Der Franzose, zuvor bei Monaco unter Wenger aktiv, war nicht nur ein Mittelfeldspieler, sondern auch ein Meister der unsportlichen Aktion. Bereits ein Jahr zuvor hatte er Guardiola im Camp Nou mit einem brutalen Ellbogenschlag aus dem Spiel genommen und eine Sperre von drei Spielen erhalten.

Die Eskalation im Highbury: Bei einem Stand von 1:0 für Roma (Nedved traf in der 24. Minute) und einem Arsenal-Einwurf in der 56. Minute, fand Grimandi keine bessere Lösung, als Simeone mit einem Faustschlag zu Boden zu befördern. Ein unsportlicher Akt, der sofort zur Konfrontation führte. Simeone sprang auf, sein Gesicht blutete, und forderte vehement eine Bestrafung. Die resultierende Schlägerei führte lediglich zu Verwarnungen für Keown und Nesta, der Simeone von dem wütenden Franzosen fernhalten musste.

Erst nach Spielende, als Simeone mit einem Verband um den Kopf das Spiel beendete, griff die UEFA ein und verhängte gegen Grimandi eine Sperre von drei Spielen. Ein schwacher Trost für Simeone, der sich mehr über den späten Ausgleichstreffer von Pires (88.) ärgerte als über die Verletzung. Arsenal hätte zu diesem Zeitpunkt bei Weitem nicht elf Spieler auf dem Feld haben dürfen, sondern die Entscheidung sollte in der Qualität des Spiels liegen.

Die Erinnerung an diesen Abend in Highbury ist für Simeone ein Mahnmal – ein Beweis dafür, dass im Fußball nicht immer Fairness und Gerechtigkeit herrschen. Ein Spiel, in dem die Kunst des Fußballs von roher Gewalt überschattet wurde und ein Trainer eine Lektion in Demut erfuhr – eine Lektion, die ihn bis heute prägt. Die blutige Schlägerei im Highbury bleibt ein düsteres Kapitel in der Champions-League-Geschichte.

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